80 Helfer beim Frühjahrsputz der UWG in Kierspe

Diese jungen Feuerwehrleute sammelten den Müll entlang der B 237 in Richtung Funkenhof. ▪

KIERSPE ▪ Seit Jahren lädt die UWG in jedem Frühjahr ein, gemeinsam Kierspe zu säubern. Frühjahrsputz nennen die Unabhängigen diese Aktion, für die sie bereits mit dem Umwelt-Rauk ausgezeichnet wurden. Rund 80 Freiwillige waren in diesem Jahr dabei.

„Ich konnte den Dreck einfach nicht mehr sehen.“ Diese Begründung für die Teilnahme am Frühjahrsputz kam am Freitagnachmittag gleich mehrfach. Die UWG hatte wie in den Jahren zuvor dazu aufgerufen und rund 80 Freiwillige kamen, um mitzumachen. Friedhelm Fernholz von der UWG organisierte den Einsatz der vielen Trupps, die zu zweit oder auch zu mehreren die Kiersper Außenbezirke vom Müll befreiten.

Mit dabei waren neben den Aktiven der UWG auch wieder die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz, die Baptisten-Gemeinde, die Tornados und die Jägerschaft und Nachbarn des Bezirks Blechen. Die Grundschulen hatten schon am Morgen auf ihren Schulgeländen den Müll aufgesammelt, so dass die Helfer am Nachmittag nur die Müllsäcke abzufahren brauchten. Die Gesamtschüler hatte den Müll sogar selbst entsorgt.

Die „Ausbeute“ war beachtlich: Im Bezirk Blechen hatten die Anwohner eine stattliche Anzahl Auto- und Traktorreifen zusammengetragen, die unbekannte Zeitgenossen dort kostengünstig entsorgt hatten. Bei anderen Fundstücken konnte Fernholz nur mit dem Kopf schütteln, zum Beispiel bei dem Kühlschrank, der herrenlos in der Gegend herum stand. „Wieso macht sich jemand die Mühe und fährt den in den Wald? Man braucht ihn doch nur vor die Haustür zu stellen, dann holt ihn der Sperrmüll ab.“

Den größten Teil machte der Kleinkram aus, der vor allem an den Straßenrändern zu finden war: Zigarettenschachteln, Kronkorken, Flaschen und Plastiktüten säumten auch die B 237. Hier sammelten Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, die den Straßenrand bis zur Gaststätte Funkenhof absuchten. Aber auch Elektroschrott, Autoteile und -motoren sowie ein Gartentisch landeten in dem großen Container, der auf dem Bauhof der Stadt bereitstand. Sortiert werde später auf der Deponie, erklärte Fernholz.

Der Bauhof am Rathaus war Ausgangs- und Zielort der Sammeltrupps. Viele Helfer waren mit Privatautos unterwegs, je einen Lastwagen hatten die Stadt und folgende Firmen und Privatpersonen gestellt: BuL Bajrami und Latifi, Rainer Eschrich, Erich Hohage, Jörg Schmidt, Dieter Grafe, Frank Schmiedel und Wolfgang Funke.

Am Ende konnten die Frühjahrsputz-Aktiven bestätigen, was auch schon die Organisatoren der Sammelaktion in Rönsahl festgestellt hatten: Der Müllberg war kleiner als im letzten Jahr. Ungefähr ein Drittel weniger habe man gesammelt, sagte Friedhelm Fernholz. Man kann nur hoffen, dass die Tendenz anhält. ▪ bnt

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