Heimische Bands und Jazz-Klänge am Hülloch

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Schauten sich den Veranstaltungsort an: Sparkassenmarketingleiter Arnd Clever, Gastronom Willi Funke und der Eigentümer des Gelände Peter Feltens (von links). ▪

KIERSPE ▪ Der ehemalige Steinbruch vor dem Eingang zum Hülloch bietet schon eine beeindruckende Kulisse mit seinen steilen Felswänden, den am oberen Rand hoch aufragenden Bäumen und dem Eingang in eine sagenumwobene Unterwelt. Diese Umgebung will sich der Gastronom Willi Funke zunutze machen, um dort ein Musikfest zu bieten.

Erstmals wurde die Sparkassen-Naturarena, wie sich das Gelände aufgrund des Hauptsponsors nennt, im vergangenen Jahr für das in Zukunft alle zwei Jahre stattfindende Schanhollenfest genutzt. Doch sowohl Eigentümer Peter Feltens als auch die Sparkasse wünschen sich noch zahlreiche weitere Veranstaltungen an dem für Kierspe einmaligen Ort. Da kam Funke gerade recht, der den Platz am 6. und 7. Juni beleben will.

Los geht es am Mittwoch, 6. Juni, mit den Gruppen SAM und Spedition Sack, die abends zeigen wollen, dass sie auch auf solch einem Platz die Massen begeistern können. Und um zumindest eine gewisse Wettergarantie geben zu können, werden die Gruppen auf einer überdachten Bühne auftreten. Die Zuschauer selbst müssen sich gegen Wind und Wetter selbst schützen.

Damit ihnen aber garantiert von innen warm wird, bietet Funke, der sonst Haus Berkenbaum bewirtschaftet, eine Auswahl herzhafter Speisen und gekühlter Getränke an. „Natürlich werden wir auf dem Grill auch die Schanhollen-Bratwurst zubereiten“, so der Gastronom.

Am nächsten Tag, Fronleichnam, geht es bereits um 11 Uhr mit einem Frühschoppen weiter. Dann tritt die „Naldo’s Jazz Family“ in der Naturarena auf. Die Formation wurde 1989 von Naldo Suhr gegründet. In einer Mitteilung des Veranstalters heißt es: „Mit ihrem unverwechselbaren Sound und ihrer Vielseitigkeit hat sich die Band inzwischen einen Stammplatz in der Szene des traditionellen Jazz in Deutschland und vielen anderen Ländern erobert. Sie mischt auf einzigartige Weise Stilmittel des New-Orleans- und Dixieland-Jazz mit neuen ungewöhnlichen Elementen. Mittlerweile hat die Formation sieben CDs herausgebracht.“

Wenn die heimischen Gruppen und die Jazz-Band im Juni in der Naturarena auftreten, werden die Arbeiten in der Höhle vielleicht schon einen entscheidenden Abschnitt erreicht haben.

Die Höhlenforscher, die vor wenigen Tagen, nach der Winterpause, ihre Tätigkeit wieder aufgenommen haben, hoffen in Kürze auf die sogenannte große Halle zu treffen, von der viele Augenzeugen, die vor Jahrzehnten die Höhle betreten hatten, berichteten. Außerdem vermuten die Forscher einen unterirdischen See vorzufinden. Doch all das wird den Besuchern der Veranstaltungen am 6. und 7. Juni verborgen bleiben, denn an diesen Tagen spielt die Musik ganz eindeutig Übertage. ▪ Johannes Becker

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