Historische Bruchsteinmauer ein besonderer Blickfang

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Zu den ortsbildprägenden Gebäuden in Rönsahls Ortsmitte zählt auch die historische Bruchsteinmauer am Denkmalplatz, dievon überwucherndem Efeubewuchs befreit - nun wieder mehr im Blickpunkt steht. -

Rönsahl - Sie gehört seit jetzt schon mehr als 200 Jahren fest zum Ortsbild, mehr noch, genau genommen sogar zu den ortsbildprägenden Elementen in Rönsahls Dorfmitte. Die Rede ist von der rund 60 Meter langen Bruchsteinmauer, die wie in alter Zeit auch heute noch als Abgrenzung zwischen dem Denkmalsplatz und dem historischen Anwesen „Vor dem Isern“ dient.

Größtenteils von Efeu überwuchert, führt diese alte Mauer seit Langem ein Schattendasein und steht damit weitaus weniger im Blickpunkt des Betrachters wie etwa die historischen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft wie Servatiuskirche, Haus Vor dem Isern oder Bürgerhaus am Marktplatz, das im Jahr 1803 erbaut wurde. Alte Dorfchroniken besagen, dass diese Bruchsteinmauer - eine von mehreren noch vorhandenen dieser Art - bereits im Jahr 1809 errichtet wurde, im Auftrag des reichen Kaufmanns Heuser, der gute Geschäfte in Afrika betrieben haben soll und damals aus familiären Gründen nach Rönsahl zurückgekehrt war.

Wie es in alten Berichten heißt, soll dieser Heuser für seine Frau in Verbindung mit dem Mauerbauwerk zusätzlich eine Künstlerklause errichten lassen haben, die dann aber in späteren Jahren dem Zahn der Zeit Tribut zollen und abgerissen werden musste. Die Mauer als solche indes überdauerte die Jahrzehnte.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Teilnahme der Dorfgemeinschaft Rönsahl am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem man ein gewichtiges Wort mitsprechen möchte, ist auch diese Mauer in den Fokus der Initiativen gerückt, die Maßnahmen zur Verschönerung des Dorfzentrums ergreifen wollen. Und eine dieser Maßnahmen ist der längerfristige Erhalt und die Sanierung dieser sowie der übrigen historischen Bruchsteinmauern im Ort.

Aus diesem Grunde waren jetzt auch mehrere Bürger dem Aufruf der Heimatfreunde gefolgt, um den Efeubewuchs mit seinem aggressiven Wurzelwerk zu entfernen, das weit in die Mauerritzen eindringt und dort für beträchtliche Schäden verantwortlich ist. Dabei stellte sich bedauerlicherweise heraus, dass die Schädigung des Mauerwerks bereits erheblich fortgeschritten ist. Aus diesem Grunde will man alle Möglichkeiten zur sachgemäßen Sanierung im Rahmen des Denkmalschutzes und damit langfristigem Erhalt der Mauer ausschöpfen. die Heimatfreunde und ihre Helfer hoffen auf ein positives Echo bei den entsprechenden Entscheidungsträgern.

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