Kiersper „Null Bock-Film“ sorgt für Furore

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Psychologin Heidrun Wendel wurde in Dresden von Wibke Hansbach als Vertreterin des „Päritätisches Sachsen“ begrüßt.

Kierspe - „Null Bock – Umgang mit nicht motivierten Jugendlichen“ lautet der Titel eines Lehrfilms, der in Kierspe gedreht wurde und jetzt in Dresden Premiere hatte. „Der Film hat für Furore gesorgt“, freute sich die Kiersper Psychologin Heidrun Wendel vom Höferhof Institut nach der Uraufführung.

Von Simone Benninghaus

Sie hatte den Film in Zusammenarbeit mit dem Meinerzhagener Holger Weyland, der für den Sender NRWision Beiträge produziert, gedreht. Als Darsteller wirkten Schüler aus Meinerzhagen und Kierspe mit, die jetzt auch zur Premiere nach Dresden reisten. Hier sei der Film gut angekommen. Mehrere Anfragen für weitere Aufführungen habe es gegeben, so Heidrun Wendel.

In Hannover wird der Film im März im Rahmen einer Veranstaltung für Schulsozialarbeiter gezeigt, das Landesjugendamt Sachsen plane im Juni eine Aufführung in Meißen, und im September soll der Film in der Akademie Rosenhof in Weimar vorgestellt werden.

In Dresden hätten sich die Zuschauer mit Lob und Respekt über das Werk geäußert, das in der Kiersper Gesamtschule entstanden ist und als Schulungsfilm für Sozialarbeiter gedacht ist. Regelmäßig bietet Heidrun Wendel Fortbildungen für Sozialpädagogen an Berufsschulen an. Dabei erlebe sie diese oft als desillusioniert, da sie es oft mit Schülern zu tun hätten, die sich mit der Schule schwer tun oder erst gar nicht hingehen. Wendel selbst glaubt nicht an unmotivierte Jugendliche. „Jeder hat Interessen, die geweckt werden müssen“, so die Kiersperin. Bereits im Grundschulalter sei es wichtig, Kinder für Themen zu begeistern. Dass viele Kinder und Jugendliche tatsächlich konkrete Interessen haben, wird auch im Lehrfilm in Interviews gezeigt.

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