Heider spricht über Arbeit der Regierung

Dr. Matthias Heider spricht auf dem Neujahrsempfang der Kiersper CDU.

KIERSPE ▪ „Die Einladung von Dr. Matthias Heider, als Gastredner zum Neujahrsempfang der CDU zu kommen, war eine ganz bewusste Entscheidung. Denn seitdem Bernd Schulte nicht mehr im Landtag sitzt, ist die Kommunikation ins Land und in den Bund nicht leichter geworden.

Deshalb sind wir froh, dass Heider zugesagt hat und uns Neues aus der Bundespolitik berichten kann“, so Peter Schrade, Vorsitzender der Kiersper CDU.

Für Dienstag, 11. Januar, hat die Kiersper CDU ab 18 Uhr zu ihrem mittlerweile traditionellen Neujahrsempfang in den Ratssaal eingeladen. In der Vergangenheit haben dort bereits als Gastredner der Staatssekretär Schauerte, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Bosbach und auch der Landesfinanzminister Linssen gesprochen. Diesmal haben sich die Christdemokraten für Matthias Heider entschieden, der seit 2009 dem Bundestag angehört und über das Thema „Zukunftsfähig und reformwillig? Perspektiven 2011“ sprechen wird.

In Lüdenscheid geboren und aufgewachsen, entschloss sich Heider nach dem Abitur zu einem Studium der Rechtswissenschaften. 1995 erhielt der heute 45-Jährige seine Zulassung als Rechtsanwalt und promovierte 2003. Vor seiner Wahl in den Bundestag arbeitete er als Rechtsanwalt und Prokurist bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Der CDU gehört Heider seit 1983 an. Unter anderem war der Politiker Vorsitzender der Jungen Union Lüdenscheid, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mark und später auch stellvertretender Vorsitzender im Kreisverband Mark. Im Rahmen seiner Arbeit im Bundestag ist Heider unter anderem Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Südwestfalen.

In seinem Privatleben ist der Familienmensch Heider sportlich aktiv und liest gerne, so zumindest teilt er es auf seiner Homepage mit.

Bei dem Empfang der CDU soll es aber nicht nur um die Berichterstattung über die Arbeit der Regierung aus Berlin gehen, sondern auch um Themen aus Kierspe.

So will Peter Schrade in seiner Rede das Augenmerk auch auf den zweiten Jugendtreff in Kierspe lenken, den seine Partei gerne im Bereich Bahnhof einrichten möchte. „Diese Einrichtung muss ja nicht täglich geöffnet haben. Und an drei Tagen in der Woche ist das sicher mit einer Personalaufteilung möglich. Außerdem würde ein zusätzlicher Jugendtreff auch der Streetworkerin die Möglichkeit für Gespräche in einem geeigneten Rahmen geben.“ Schrade räumte aber auch ein, dass es trotz des Leerstandes an der Kölner Straße nicht so einfach sei, geeignete und vor allem bezahlbare Räume zu finden.

Ein weiteres Thema, das dem CDU-Vorsitzenden am Herzen liegt, ist der demografische Wandel. „Das betrifft bei weitem nicht nur die älteren Menschen. Der demografische Wandel wird schon dort spürbar, wo Handwerksbetriebe keine Auszubildenden mehr finden, wo Ärzte im ländlichen Bereich fehlen und Betriebe keine geeigneten Mitarbeiter mehr bekommen“, so Schrade, der auch glaubt, dass in diesem Zusammenhang erneut über die Einwanderung in dieses Land gesprochen werden müsse.

Den Haushalt der Stadt will Schrade nicht in den Mittelpunkt seiner Rede stellen, „weil es nichts mehr zu verteilen gibt, andere über die finanzielle Ausstattung der Städte entscheiden und der Handlungsspielraum für die Politik vor Ort auf ein Minimum beschränkt wird.“ „Eines ist klar, wir müssen uns jetzt darüber klar werden, wie wir in Zukunft mit weniger Geld klar kommen wollen. Jetzt müssen wir entscheiden, wo wir noch sparen und auf welchen lieb gewonnen Luxus wir verzichten können“, so Schrade.

Die Veranstaltung steht nicht nur den CDU-Mitgliedern aus Kierspe und Meinerzhagen offen, sondern allen Interessierten. Diese können sich bei Peter Schrade unter der Rufnummer (0 23 59) 29 45 75 oder per Mail unter P.Schrade@imf-Kierspe.de anmelden. ▪ Johannes Becker

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