Sirenen in Kierspe heulen: Seltsamer Einsatz für Feuerwehr

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Zu einem mehr oder weniger skurrilen Einsatz wurde die Kiersper Feuerwehr am Dienstagvormittag an die Fritz-Linde-Straße gerufen.

Am Dienstag heulten in Kierspe die Sirenen: Um 10.13 Uhr wurde der Löschzug 1 "Stadtmitte" zu einem vermeintlichen Kellerbrand in die Fritz-Linde-Straße gerufen.

Da es sich um ein großes Gebäude mit 17 Wohnungen handelt, wurde auch gleich die Drehleiter der Meinerzhagener Wehr angefordert. Vor Ort eingetroffen entpuppte sich der Auslöser des Einsatzes als ausgesprochen skurril. Ein Trupp erkundete unter schwerem Atemschutz den Keller, nachdem tatsächlich Rauchgase in mehrere Wohnungen gezogen war.

Die Quelle des Qualms wurde schnell ermittelt, doch die Feuerwehrleute konnten es im ersten Moment kaum glauben: "Es gibt hier einen stillgelegten Kaminschacht, in dem hat ein Bewohner die Wartungsklappe geöffnet und Papier im Kamin verbrannt", erklärt Pressesprecher Christian Schwanke.

Was allerdings dabei nicht beachtet wurde: Wie in vielen Gebäuden wurde der ungenutzte Schacht zur nachträglichen Elektroinstallation genutzt. So zog der Rauch tatsächlich nach oben, wie geplant. Dummerweise aber auch durch Bohrungen für Kabel.

Da die daran angeschlossenen Steckdosen jedoch nicht luftdicht sind, drang der Brandrauch dort hindurch. So bemerkenswert die Ursache auch ist - im Ergebnis blieb es harmlos. Die Verrauchung war so gering, dass reguläres Lüften in den Wohnungen völlig reichte. Selbst ein Lüfter brauchte nicht eingesetzt werden. Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz für die Feuerwehrwehr vorbei.

35 Kräfte konnten den Rückweg antreten. Für die Polizei bleibt in der Sache noch mehr zu tun, denn nun muss ermittelt werden, was dem bekannten Verusacher angesichts des großen Aufwandes, jedoch geringem tatsächlichem Schaden wirklich anzulasten ist. Tätig werden musste auch der Notarzt, der neben dem DRK und dem Regelrettungsdient ebenfalls vor Ort war. Für einen Hausbewohner war die Aufregung etwas zuviel, er benötigte medizinische Betreuung.

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