Haus Berkenbaum gilt als „Vorzeigebetrieb“

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Wer Auszubildender im Haus Berkenbaum werden möchte, sollte mit Kochlöffel, Kochbuch, Tablett und Speisekarte umgehen können. Im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ kamen gestern (von links) Olaf Stelse (Beigeordneter der Stadt Kierspe), Küchenmeisterin Stefanie Pieper, Anna Willmes (Berufsberatung), Regina Linek (Arbeitgeberservice), Ernst Willi Funke sowie Christina Gerke (beide Geschäftsführung Haus Berkennbaum) zusammen.

Kierspe -  Bundesweit veranstaltet die Agentur für Arbeit derzeit die Woche der Ausbildung. Vom 7. bis 11. März soll das Thema im Fokus der Öffentlichkeit stehen und die Bedeutung einer betrieblichen Ausbildung beleuchtet werden. „Vorbildlich agierende Arbeitgeber“, wie das Haus Berkenbaum in Kierspe, dienen in dieser Woche als Flaggschiff für die Aktion.

In wenigen Wochen startet das Familienunternehmen Haus Berkenbaum in das 33. Betriebsjahr. Von Beginn an gehörten in dem Hotel- und Gastronomiebetrieb Auszubildende zum festen Bestandteil des Teams. Das erläuterte gestern das Vater-Tochter-Gespann Ernst Willi Funke und Christina Gerke, die gemeinsam die Geschicke des Hauses leiten. Gerke hat dabei vor allem die Auswahl, Vorbereitung und Begleitung der Auszubildenden übernommen.

Im Rahmen der Woche der Ausbildung erläuterte sie gegenüber Regina Linek (Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn), Anna Willmes (Berufsberatung Lüdenscheid) und dem Beigeordneten der Stadt Kierspe Olaf Stelse den Stellenwert der Ausbildungsarbeit in ihrem Betrieb.

Mit der Woche der Ausbildung wolle man die Bedeutung der betrieblichen Ausbildung hervorheben, so Linek. Denn für die Arbeitgeber sei die Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Fachkräftesicherung. Für die jungen Menschen bedeute sie hingegen den Grundstein für eine dauerhaft existenzsichernde Beschäftigung. Der Entwicklung in der Vergangenheit, dass viele Ausbildungsstellen unbesetzt blieben und gleichzeitig trotz einer hohen Anzahl an Stellenmeldungen nicht alle Bewerber mit einer Ausbildungsstelle versorgt werden könnten, wolle man entgegenwirken.

Als vorbildlich im Umgang mit Auszubildenden lobte Linek das Haus Berkenbaum, das Stellen im Bereich Restaurant- oder Gastronomiefachmann/frau und als Koch/Köchin anbietet. Dabei gehe es dem Familienbetrieb in erster Linie darum, die Auszubildenden so gut wie irgend möglich auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Die Zeit als Auszubildender im Haus Berkenbaum umfasse weitaus mehr als nur die vorgegebene praktische und schulische Laufbahn. „Wir wollen fachkundiges Personal ausbilden.“

Dazu setzt der Kiersper Familienbetrieb bereits vor Ausbildungsbeginn auf eine genaue Auswahl. Jeder Bewerber werde eingeladen. „Dabei kommt es nicht immer auf möglichst gute Noten und ein perfektes Anschreiben an“, sagt Gerke. „Wir wollen den Interessenten kennenlernen, uns ein persönliches Bild von ihm oder ihr machen.“ Nicht selten habe man so schon einige außerordentlich gute Azubis gefunden, deren Zeugnissen und Anschreiben das erstmal gar nicht hätten vermuten lassen.

Wenn der persönliche Eindruck passt, die erste Motivation stimmt, dürfen die Bewerber zur Probearbeit kommen. „Sie müssen das Team kennenlernen, denn Gastronomie ist in erster Linie Teamarbeit“, erläutert Gerke. Grundsätzlich habe bei ihnen jeder eine Chance. Und wer sich reinkniet, Engagement, Willen und Einsatz für seinen Berufswunsch zeigt, der schließe auch fast immer mit sehr guten Noten ab. „Jeder, der hier bereit ist mitzumachen, erhält von uns die bestmögliche Ausbildung“, versichert Gerke. „Noten sind nicht alles. Allerdings komme es auch mal vor, dass die Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. „Wenn es nicht passt, dann ist das so.“

Über die gute Ausbildungssituation im Haus Berkenbaum freut sich auch Beigeordneter Olaf Stelse. „Es ist vor Ort die einzige Ausbildungsmöglichkeit in dieser Branche, umso besser, wenn es eine qualitativ so hochwertige ist.“ Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sei die Stadt Kierspe stets bemüht, sowohl Arbeitgeber als auch potenzielle Auszubildende früh miteinander zu vernetzen.

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