Gemeinsame Interessen von Jagdgenossen und Jägern

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Der neue Vorstand der Jagdgenossenschaft Rönsahl mit Wolfgang Escher (1. Vorsitzender, vorne links) und Peter Frettlöh (Stellvertreter, rechts) sowie den Beisitzern (hintere Reihe).

Rönsahl - Weiterhin Hand in Hand arbeiten die Jagdgenossen, also die Verpächter der jagdbaren Flächen im ehemaligen Gemeindegebiet von Rönsahl, und die zur Ausübung der Jagd bevollmächtigten Jagdpächter.

Von Rainer Crummenerl

Das war Konsens auf der am Donnerstagabend im Brauzimmer der Historischen Brennerei ausgerichteten Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Rönsahl.

Bevor man sich der Tagesordnung widmete, gedachten die Jagdgenossen des kürzlich verstorbenen Jagdvorstehers Helmut Pulvermacher, der die Geschicke der Genossenschaft bis zuletzt mit Umsicht und viel persönlichem Einsatz geleitet hatte. Aus dem vom stellvertretenden Vorsitzenden Friedhelm Kattwinkel erstatteten Jahresbericht ging hervor, dass die Jagdgenossenschaft Rönsahl wiederum auf ein relativ ruhiges Geschäftsjahr zurück blicken konnte. Erwähnung fand das abermals gute Zusammenwirken der Jagdgenossen mit den Verpächtern der Jagd. So freute man sich über die bewährte Zusammenarbeit mit dem Hegering Kierspe-Rönsahl und hier speziell mit den für die Fläche der drei Rönsahler Jagbezirke zuständigen Pächtern der Jagd.

Die nämlich betreuen in den drei hiesigen Jagdbezirken Wernscheid, Haarhausen-Dörscheln und Löh-Glietenberg insgesamt eine Fläche von 956 Hektar. Regelmäßiger Ansitz und hier insbesondere die nun schon seit Jahren bewährte und gemeinsam ausgeübte Drückjagd trugen dazu bei, die Überhand genommene Wildschweinpopulation zu reduzieren und somit die durch diese Spezies verursachten Flurschäden in überschaubaren Grenzen zu halten.

Auch eine anstehende Personalie in Sachen Neuverpachtung beziehungsweise Ergänzung eines bestehenden Pachtvertrags konnte im Berichtszeitraum zur allseitigen Zufriedenheit gelöst werden, wie Kattwinkel bekannt gab.

Gut gewirtschaftet hat Geschäftsführer Werner Hefendehl, wie aus dessen einstimmig für gut befundenem Geschäfts- und Kassenbericht hervorging. Ebenso unisono sprachen sich die Genossen für die Annahme des vorgestellten Haushalts- und Jagdverpachtungsplans für das Geschäftsjahr 2014/15 aus. Einigkeit herrschte auch bei den anstehenden Wahlen. Durch den Tod des langjährigen Vorsitzenden war eine Neugestaltung des gesamten Vorstandes erforderlich geworden. Auch der bisherige 2. Vorsitzende hatte zuvor angekündigt, für diesen Posten nicht mehr kandidieren zu wollen. In einstimmig erfolgten Voten entschieden sich die Jagdgenossen für Wolfgang Escher als 1. und Peter Frettlöh als 2. Vorsitzenden. Ihnen zur Seite stehen mit Karl-Heinz Schulte und Sven Kattwinkel zwei Beiratsmitglieder. Zu deren Stellvertretern wurden Frank Reininghaus und Fabian Hedfeld gewählt. Mit allgemeinen Informationen zu jagdrechtlichen Fragen sowie der Bitte, eventuelle Eigentumswechsel von jagdbaren Flächen der Jagdgenossenschaft bekannt zu geben, klang die Versammlung aus.

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