Kriminalstatistik

Kierspe wird etwas sicherer

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Der 1. Kriminalhauptkommissar Markus Schröer (stehend) informierte die Mitglieder des Hauptausschusses über die örtliche Kriminalstatistik für das Jahr 2019.

Kierspe - Laut aktueller Kriminalstatistik ist die Stadt Kierspe im Jahresvergleich 2018/2019 deutlich sicherer geworden. Die Zahl der angezeigten Straftaten ging im letzten Jahr um 105 Fälle auf 836 zurück. Ein Minus von 11,16 Prozent.

Ende 2018 waren noch 941 Delikte gezählt worden. Die aktuelle Aufklärungsquote ist mit gut 52 Prozent aber leicht rückläufig. Diese Zahlen stellte der 1. Kriminalhauptkommissar Markus Schröer im Rahmen der Sitzung des Hauptausschusses im PZ der Gesamtschule vor. Eine bessere, aber immer noch nicht ausreichende Personalstärke bei der örtlichen Polizei, präventive Maßnahmen und die Aufmerksamkeit der Bürger, so der Hauptkommissar auf Nachfrage aus dem Ausschuss, seien die Gründe für die positive Entwicklung.

Zufrieden, so machte Markus Schröer unmissverständlich klar, ist er mit dem Ergebnis aber nicht. „Es braucht weiteres Personal, um zur Abschreckung potenzieller Täter verstärkt vor Ort sein zu können“, so der erfahrene Ermittler. „Kommt es trotzdem zu einer Tat, kann dann intensiver ermittelt werden. Schließlich hätten wir gerne eine noch höhere Aufklärungsquote.“

Das betrifft vor allem die Diebstahlsdelikte, bei denen es einen Zuwachs um beachtliche 69 Fälle gegeben habe. Der Kriminalhauptkommissar bestätigte die Vermutung der Ausschussmitglieder, dass hier jetzt weniger die gut organisierten Profis aus den bundesweit operierenden Einbrecherbanden auftreten, sondern vermehrt Amateure, die leicht zu knackende Objekte wie Gartenhäuser, Schuppen und Garagen aufbrechen.

Besorgnis erregte der Anstieg der Missbrauchsfälle von Kindern von fünf im Jahr 2018 auf sieben im Jahr 2019. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl der Kommunen, so die Berechnung, nimmt Kierspe mit diesem Wert einen Spitzenplatz im Märkischen Kreis ein. Ein Top-Ergebnis im positiven Sinn ist dagegen der Rückgang um 149 Fälle im Bereich der Betrugsdelikte. Hier konnte die Polizei einem Intensivtäter das Handwerk legen.

Nicht nur die Polizei, sondern auch die Plettenberger Sicherheitsfirma MKW-Security sorgt durch die Überwachung von städtischen Gebäuden und Grundstücken für die Sicherheit in der Stadt. Im Jahr 2019, so wurde im Hauptausschuss berichtet, waren die Mitarbeiter des Unternehmens an 81 Tagen vor Ort. Dabei wurden in den Bereichen Grundschule Rönsahl, Thaler Teich, Pestalozzischule, Bismarckschule, Rathaus und Gesamtschule insgesamt 139 Vorkommnisse registriert. In den meisten Fällen gingen die Störungen von einzelnen Jugendlichen oder von Jugendgruppen aus.

Dieses Jahr wird der Wachdienst fortgesetzt. Dabei sollen die Einsatztage laut Auskunft des Ordnungsamtes deutlich flexibler genutzt werden, Es habe sich herausgestellt, dass auch montags bis donnerstags der Bedarf nach Überwachung besteht. Durch bessere Erfassungsmethoden kann die Stadt künftig die Ermittlungen des Sicherheitsdienstes – beispielsweise bei Vandalismusschäden – in Echtzeit abfragen. Auf Nachfrage bestätigte Sachgebietsleiter Oliver Knuf, dass der Wachdienst im Rahmen einer Ordnungspartnerschaft eng mit der Polizeiwache in Meinerzhagen und dem örtlichen Bezirksbeamten kooperiert.

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