Am Haunerbusch und Im Hofe wird noch weiter gebaut

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Gewachsener Fels behinderte in den vergangenen Monaten die Tiefbauarbeiten der Firma Kriesten am Haunerbusch.

KIERSPE - Größere Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr entstehen schon seit einigen Monaten im Bereich der Straßen Haunerbusch und Im Hofe. Und es deutet sich an, dass das auch noch einige Zeit andauern wird. So stehen beide Strecken, die bei den Kierspern als Abkürzungen zur Kölner Straße hin ziemlich beliebt sind, erst einmal auch weiterhin nicht zur Verfügung.

Von Rolf Haase

Am Haunerbusch wird von dem Versorgungsunternehmen Enervie und den Stadtwerken ein neues 400-Volt-Kabel sowie außerdem im Rahmen des in dem Bereich noch bestehenden Lückenschlusses auch noch eine Gasleitung verlegt. Parallel findet die Erneuerung der Hausanschlüsse statt.

Die besondere Schwierigkeit bei der Maßnahme entstand durch den kunststoffverarbeitenden Betrieb Schröder, der natürlich nicht auf seinen Lieferverkehr verzichten konnte, so dass eine ständige Erreichbarkeit sichergestellt werden musste, was aber gelang. Beschwerden kamen bislang jedenfalls nicht, wie Dirk Fiedler von Enervie informiert.

Start der Bauarbeiten war Anfang August und die Fertigstellung eigentlich für den 11. Oktober vorgesehen, doch ist es besonders wegen der Geologie in dem Bereich zu einer Verzögerung gekommen. Immer wieder stießen die Mitarbeiter der Tiefbauunternehmung Kriesten im Untergrund auf gewachsenen Fels, so dass die Arbeiten nur langsam vorwärtsgingen. „Anvisiert wird der Abschluss jetzt einen Monat später am 22. November“, so Fiedler.

Da bereits vor einigen Jahren der Kanal in dem Bereich erneuert worden ist und dafür die Straße auch ausgekoffert werden musste, nutzt die Stadt nun die Gelegenheit, auf der Strecke von rund 300 Metern ebenfalls die gesamte Fahrbahndecke zu asphaltieren, so dass die Bürger nicht bloß brandneue Gas- und Stromleitungen erhalten, sondern eine komplett neue Straße.

„Außerdem gibt es zwei neue Regeneinläufe und wir haben ein Regenwasserrohr verlegt, da in der Senke bei Starkregen häufig das Wasser stand und daher nun die Entwässerung verbessert werden sollte“, erklären von der Stadt Tiefbauamtsleiter Karsten Seil und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler, betonen aber, dass weder die Baustelle am Haunerbusch noch die Im Hofe letztlich in die Zuständigkeit der Kommune fielen. Doch so wird beim Straßenbau immer versucht, Synergien zu erzielen.

Auf der Straße Im Hofe begannen die Arbeiten Ende Juli: Enervie verlegt auch dort ein neues 400-Volt-Kabel, um in dem Bereich die Versorgungssicherheit langfristig in sicherzustellen. „Neben dem Durchgangskabel werden ebenfalls die Hausanschlüsse ausgetauscht und für die Telekom verlegen wir zwei Schutzrohre für Glasfaserkabel“, berichtet Enervie-Pressesprecher Andreas Köster.

Im Rahmen der Maßnahme ersetzen die Stadtwerke zudem an den Häusern 28 und 30 die Wasseranschlüsse. Die Arbeiter stießen darüber hinaus auf einen defekten Kanal, der aus dem Grund auf einer Länge von zehn Metern instandgesetzt musste. Wegen des übermäßig starken Auftretens von Grundwasser, wurde dieses außerdem in den Regenwasserkanal eingeleitet.

Und auch bei dieser Baustelle behinderte starkes Felsaufkommen die Arbeiten der Bauunternehmung Sebaly und Füge, die auch noch nicht beendet sind. „Wir werden voraussichtlich bis Mitte oder Ende November weitermachen, dann etwa kommt es gezwungenermaßen zur Winterpause, so dass wir die Baustelle winterfertig und für den Straßenverkehr wieder befahrbar machen. Möglichweise sind wir dann aber noch nicht ganz fertig, so dass die Baustelle 2014 noch einmal eingerichtet werden muss“, kündigt Andreas Köster an.

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