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Bauprojekt am Haunerbusch auf den Weg gebracht

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Auf einer Gesamtfläche von 5274 Quadratmetern sollen zwei Gebäude mit insgesamt 80 Wohnungen entstehen. Laut Beschlussvorschlag für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, über den am Mittwoch im Ausschuss abzustimmen ist, soll für die Versorgung auf klimaschonende, regenerative Energien zurückgegriffen werden. Geplant seien eine Begrünung der Hausdächer und eine Zisterne als Regenwasserspeicher.
Auf einer Gesamtfläche von 5274 Quadratmetern sollen zwei Gebäude mit insgesamt 80 Wohnungen entstehen. Laut Beschlussvorschlag für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, über den am Mittwoch im Ausschuss abzustimmen ist, soll für die Versorgung auf klimaschonende, regenerative Energien zurückgegriffen werden. Geplant seien eine Begrünung der Hausdächer und eine Zisterne als Regenwasserspeicher. © Architekturbüro Hanses

Ein Großprojekt in Kierspe hat den ersten Schritt gemacht: Für die notwendige Aufstellung eines Bebauungsplans gab der zuständige Ausschuss jetzt grünes Licht.

Kierspe - 80 – möglichst öffentlich geförderte – Wohnungen will Investor Yücel Bekdemir am Haunerbusch bauen lassen, und zwar dort, wo bis letzten Sommer die Firma EBG Schröder ansässig war (die MZ berichtete). Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung hat für die Einleitung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ für dieses Projekt am Mittwoch grundsätzlich grünes Licht gegeben. Allerdings wird das Verfahren aus Sicht Bekdemirs etwas komplizierter als gedacht.

Den Grund dafür lieferte Peter Christian Schröder: Der FWG-Ratsherr plädierte zwar für den für das Projekt notwendigen Bebauungsplan, beantragte aber, ein kleines und zugleich folgenreiches Wort in den Beschluss einfließen zu lassen, dem eine Mehrheit aus Ausschussmitgliedern von SPD, CDU, Grünen, FWG und FDP zustimmte.

„Intensive“ Bürgerbeteiligung erforderlich

Damit steht fest, dass nun eine „intensive“ statt einer für das Verfahren normalen Bürgerbeteiligung erfolgen soll. Konkret sollen die Pläne nun also nicht mehr nur öffentlich ausgelegt werden, sondern im Rahmen einer Bürgerversammlung diskutiert werden können. Horst Becker (CDU) hatte dagegen plädiert: „Wir sollten das nicht verkomplizieren.“

Dass die beiden geplanten Wohngebäude bei einer Versammlung durchaus auf Kritik stoßen könnten, verdeutlichten am Mittwoch zwei Anlieger des Geländes, die für ihre Grundstücke eine deutlich schlechtere Sicht und Lichtverhältnisse befürchten. Wie Architekt Thomas Hanses erklärte, seien pro Gebäude drei Vollgeschosse geplant.

Eine zu große Belastung der Straße Am Nocken soll es aber nicht geben: Die Tiefgarage für den neuen Wohnkomplex soll über den Haunerbusch erreichbar sein – und weniger Verkehr zur Folge haben als zu Spitzenzeiten der Firmenverkehr für EBG Schröder, wie es heißt.

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