Hansjörg Haas zum Beigeordneten gewählt

Hansjörg Haas wird Beigeordneter in Neunkirchen-Seelscheid. Die CDU Kierspe verliert damit ihren zweiten Vorsitzenden.

KIERSPE ▪ Bereits Mitte April wählte der Rat der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid im Bergischen Land den 49-jährigen Kiersper Hansjörg Haas zum Beigeordneten. Gegen die Stimmen der SPD, die die Stelle einsparen wollte, und drei Enthaltungen aus anderen Fraktionen, entschieden sich die Politiker mehrheitlich für ihn. Haas nahm die Wahl erwartungsgemäß an und tritt am bereits am 1. Juni für eine Wahlzeit von acht Jahren den Dienst an.

Im Bewerbungsverfahren qualifizierte er sich aus 16 Mitbewerbern. Der Diplom-Verwaltungswirt war in der Zeit von 1992 bis 1996 Bürgermeister der 2000-Einwohner-Gemeinde Berkatal in Nordhessen. Danach war er Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Balve. Die Stelle des Beigeordneten wurde dort nach seiner Wahlzeit jedoch gestrichen. Seit 2005 ist Haas als Kundenberater einer Versicherungsagentur tätig.

Aufgrund seines beruflichen Werdegangs konnte er in allen Bereichen der Kommunalverwaltung Erfahrungen sammeln. Neben den fachlichen Voraussetzungen bringt er damit zweckmäßigerweise auch Praxiswissen mit, welches für seine neue Aufgabe in Neunkirchen-Seelscheid sicher hilfreich ist.

In Kierspe

nicht durchgesetzt

Neben seinem beruflichen Engagement ist Haas zudem immer auf Vereinsebene sehr aktiv gewesen: Bereits dreimal hatte er die Funktion des Vereinsvorsitzenden inne. Derzeit bekleidet er so das Amt des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden in Kierspe, dazu war er vor einem Jahr gewählt worden. Wenn die CDU Kierspe am 20. Mai ihre Jahreshauptversammlung veranstaltet, ist sie somit gezwungen, einen Nachfolger für Haas zu wählen. Stadtverbandsvorsitzender Peter Schrade bedauert dies sehr: „Hansjörg Haas hatte großes Fachwissen, das er in die politische Arbeit mit eingebracht hat. Leider ist dies in Kierspe nicht so erkannt worden.“ Damit spielt er unter anderem darauf an, dass Haas sich im vergangenen Jahr ebenfalls für die Beigeordnetenstelle in Kierspe beworben hatte, letztlich dann aber noch nicht einmal in die engere Wahl gekommen war. Sogar aus der eigenen Partei hatte es Gegenwind gegeben.

Auch die Belange der Neunkirchen-Seelscheider Vereinswelt, so die Annahme in der Kommune seines neuen beruflichen Wirkungskreises, werden bei ihm also in guten Händen sein. Gegenwärtig wohnt Haas noch in Kierspe, wohin er erst 2006 gezogen war, plant jedoch schon seinen Umzug nach Neunkirchen-Seelscheid. ▪ rh

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