Mit einem Klick Gutes tun - Spenden fürs Bürgerzentrum

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Über die Möglichkeiten der Geldbeschaffung fürs Soziale Bürgerzentrum jenseits der „normalen“ Spenden berichten Ursula Schöder (Zweite Vorsitzende) und Wolfgang Koll (Vorsitzender).

Kierspe - Mit einem Klick zum Glück – das versprechen Partnervermittlungen im Netz. Mit einem Klick Gutes tun, versprechen Einkaufsportale, aber auch der regionale Energieversorger Mark-E. Profitieren möchte davon auch das Soziale Bürgerzentrum Hand in Hand, das sich schon seit Jahren bemüht, an Spendengelder jenseits der üblichen Direktüberweisung zu kommen.

Kaum vorstellbar, wie eine Welt ohne Spendenbereitschaft aussähe. Keine Seenotrettung, keine DRK-Helfer, keine Obdachlosenhilfe – und auch keine Tafeln und kein Soziales Bürgerzentrum Hand in Hand. Denn auch, wenn Hand in Hand aus Vermietungen, dem Verkauf von (gespendeter) Kleidung und Mitgliedsbeiträgen Geld einnimmt, den Großteil, der in der Bilanz auf der Habenseite steht, bringen Spender.

Im vergangenen Jahr waren das mehr als 20 000 Euro, wobei darunter auch einige Großspenden waren. Sparkasse, Volksbank oder auch die Firma Lisi bedenken das Bürgerzentrum regelmäßig. Trotzdem reichten im vergangenen Jahr die Einnahmen nicht aus, die Ausgaben zu decken. „Da mussten wir Geld aus der Rücklage nehmen“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Koll. Er betont aber auch, dass das nur in Ausnahmefällen möglich ist.

Längst sind die Mitarbeiter des Bürgerzentrums deshalb immer auf der Suche nach weiteren Einnahmen. Teilnahmen an Wettbewerben, die Bitte an Firmen, doch anstelle von Weihnachtsgeschenken eine Spende zu tätigen oder das Bewerben um Sozialtöpfe privater Unternehmen gehören dazu – oder auch die Giro-Cent-Aktion der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen.

Ende des vergangenen Jahres und auch im Frühjahr dieses Jahren sind zwei weitere potenzielle Einnahmemöglichkeiten dazugekommen. Da ist zum einen der Wettbewerb der Mark-E, die wiederholt unter dem Motto „Ihr seid verrückt? Vereint!“ eine Aktion gestartet hat, bei der sich ehrenamtliche Organisationen bewerben können. Doch nicht der Vorstand des Energieversorgers entscheidet letztlich, wer Geld bekommt, sondern die Mark-E-Kunden. Mit ihrer Kunden-Nummer können sie auf der Seite https://www.mark-e.de/votingcode ihren Code beantragen, mit dem sie dann auf der Seite https://sponsoring.mark-e.de für eine Organisation ihrer Wahl spenden können.

Derzeit sieht es dort für Hand in Hand gar nicht so schlecht aus. Als eines von 42 Projekten liegt die Lebensmittelausgabe des Bürgerzentrums auf Platz 21 von 42 teilnehmenden. „Wenn wir diese Position halten, bekommen wir 750 Euro“, erklärt Koll. Doch dafür muss das Bürgerzentrum wohl noch ein paar Stimmen bekommen. Organisationen, die weit vorne landen, können sogar mit 1500 Euro rechnen. Hand in Hand braucht das Geld, weil die bedürftigen Besucher nicht nur die gespendeten Lebensmittel aus den Supermärkten und Bäckereien bekommen, sondern auch haltbare Lebensmittel, die aber zugekauft werden müssen.

Eine andere Geldquelle hat die Zweite Vorsitzende Ursula Schröder Ende des vergangene Jahres entdeckt. Denn mit nahezu jedem Einkauf im Netz lässt sich Gutes tun, zumindest dann, wenn der Einkauf über die Plattform www.wecanhelp.de erfolgt. Das Unternehmen bietet an, über die eigene Homepage auf die Seite des Webshops zu gehen. Kommt es zu einem Einkauf, überweist das Unternehmen, bei dem gekauft wurde, Geld an die ausgesuchte Organisation. In Kierspe bewirbt sich neben Hand in Hand auch die Freie evangelische Gemeinde um Geld aus diesem Topf. „Der Vorteil ist, dass ,We can help’ keine Registrierung verlangt und auch nicht erfährt, was eingekauft wurde. Der Nutzer muss lediglich vor seinem Einkauf festlegen, an wen die Spende des Unternehmens gehen soll“, erklärt Schröder. Bis zu elf Prozent des Einkaufswertes könnten so als Spende überwiesen werden, ohne dass für den Kunden Kosten entstehen würden. Schröder: „Wir haben bereits auf diesem Weg ein bisschen Geld bekommen, aber noch ist das verschwindend gering. Das liegt sicher auch daran, dass wir noch nicht genügend Menschen über diese Möglichkeit informiert haben.“ Denn anders als Mark-E, die ihre Sponsoring-Aktion selbst vermarktet, müssen das bei „We can help“ die Spendenempfänger machen. Koll: „Bei ,We can help’ kann man auch eine kostenlose und gebührenfreie Kreditkarte bekommen. Wird mit der Karte gezahlt, geht ein gewisser Prozentsatz des Umsatzes an die Organisation, die der Kunde vorher festgelegt hat.“

Den beiden ist natürlich klar, dass solche Maßnahmen immer nur ein „Zubrot“ im Spendengeschäft sein können. „Wir sind sehr glücklich, dass die Kiersper uns immer noch in dem genannten Umfang bedenken. Das ist nicht selbstverständlich, aber für die Menschen, die bedürftig sind und von uns unterstützt werden, auch unverzichtbar“, so der Vorsitzende.

Spenden

Wer das Soziale Bürgerzentrum Hand in Hand mit einer Geldspende unterstützen möchte, kann das über die beiden heimischen Banken machen: Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen: IBAN DE63 4585 1665 0006 0038 83 oder Volksbank Kierspe: IBAN DE93 4586 1434 0818 448 100.

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