Hammerwiesen-Grundstück liegt seit zehn Jahren brach

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Das freie Grundstück im Gewerbegebiet Hammerwiesen liegt zwischen den Gleisanlagen der Volmebahn und der Bundesstraße 54 und ist rund 20 000 Quadratmeter groß.

Kierspe - Gewerbeflächen sind in Kierspe rar gesät, obwohl die Stadt um die Ausweisung neuer Flächen mit der Bezirksregierung kämpft. Mit einer Ausnahme: ein rund 20 000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet Hammerwiesen an der B 54, das mittlerweile seit gut zehn Jahren brach liegt.

Dieser Zustand dürfte sich so schnell nicht ändern. Die Stadt hatte das Gelände damals mit einer Brücke über die Volme erschlossen, weil die Firma Jürgens dort ein Mercedes-Autohaus plante, dann aber aus verschiedenen Gründen doch von der Umsetzung absah. In Besitz des Grundstücks ist die Firma allerdings bis heute, es zu veräußern gelang bisher nicht. Im Gegensatz zu der direkt angrenzenden Fläche, das die Gesellschaft für Grundstücksentwicklung Kierspe (GGE) an die Firma Belmonte verkaufen konnte, die dort bekanntlich auf mehr als 5000 Quadratmetern ein Autowaschzentrum baut, das noch im Mai eröffnen soll. Zuletzt ließ die Stadt bereits die notwendige Zufahrtsstraße bauen.

Ein ernsthafter Interessent

„Im Zuge dieser Arbeiten hoffen wir auf neue Interessenten“, sagt Jürgens-Geschäftsführer Frank Döhring auf Anfrage unserer Redaktion. Lose Gespräche habe es in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben und einmal auch einen ernsthaften Interessenten, der auf dem Grundstück eine Lackiererei errichten wollte. „Wir konnten uns während der Verhandlungen allerdings nicht einigen“, sagt Döhring. Eine Entwicklungsgesellschaft oder ähnliches für den Verkauf des Hammerwiesen-Grundstücks mit ins Boot zu nehmen, plane Jürgens aktuell nicht. „Sollte aber eine Gesellschaft auf uns zukommen, kann man darüber jedoch sicherlich reden“, so Döhring.

Auenfläche an der Volme nicht bebaubar

Der Firma wird ein großes Interesse nachgesagt, das Grundstück, das sich von den Gleisen der Volmetalbahn bis heran an die Bundesstraße erstreckt, als Ganzes zu verkaufen, weil nur rund 10 000 Quadratmeter im oberen Bereich bebaubar sind und nicht die Auenfläche an der Volme.

Wirken Erdarbeiten abschreckend?

Investoren müssten jedoch zunächst einiges an Erde bewegen, um eine ebene Fläche zu bekommen, bevor gebaut werden kann. „Vielleicht wirken diese Erdarbeiten etwas abschreckend“, vermutet Klaus Müller, Geschäftsführer der GGE. Bei der Errichtung des Autowaschzentrums hätten sie die ausführende Tiefbaufirma jedoch vor keine nennenswerten Probleme gestellt.

Die Schilder, die auf den Verkauf der Fläche hinweisen sollen, liegen kaputt auf der Wiese.

„Das war in ein paar Tagen erledigt“, sagt Müller. Der gesamte dortige Aushub, etwa 5500 Kubikmeter Erdreich, konnte anschließend in den Baugebieten Kiersperhagen und Hülloch eingebracht werden, um das hügelige Profil auszugleichen. „Dies wäre auch möglich, wenn auf dem Jürgens-Gelände gebaut wird, weil wir in Kierspe noch an weiteren Stellen Erdmaterial zum Auffüllen benötigen“, sagt Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter Bauverwaltung und Planung der Stadt.

Ursprünglich sollte kein Erdreich abgefahren werden

Ursprünglich existierte für das Gewerbegebiet Hammerwiesen der Plan, das Erdreich lediglich umzuverteilen und so eine große ebene Fläche auf beiden Grundstücken herzustellen. „Nachdem für den Bau des Autowaschzentrums viel Erde abgefahren wurde, ist dies jetzt aber nicht mehr möglich“, erklärt Schürmann.

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