Kleiner kann ein neuer Wochenmarkt nicht starten

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Sehr erfolgversprechend verlief der am Gründonnerstag erfolgte Start zu dem neu ins Leben gerufenen Wochenmarkt in Rönsahl. Überaus zufrieden mit dem Umsatz zeigte sich gleich auf Anhieb die Betreiberin des Obst-und Gemüsestandes. Weitere Standbetreiber sind gern gesehen.

Rönsahl - Zu einer sogenannten „Win-win-Situation“, einer Geschäftsidee, von der letztendlich alle Beteiligten, nämlich Markthändler und deren Kunden wie nicht zuletzt auch die umliegenden Einzelhandelsgeschäfte in ihrer Gesamtheit profitieren, kann es in den nächsten Wochen durchaus in Rönsahl kommen. Dann nämlich, wenn sich der am Gründonnerstag unternommene Versuch, einen Wochenmarkt in Rönsahl ins Leben zu rufen, auch längerfristig durchsetzen sollte. Wobei der Markt mit nur einem Händler in der kleistmöglichen Größe gestartet ist.

Dass das Marktgeschehen in Rönsahl als solches, wenngleich nun mittlerweile seit einer langen Reihe von Jahren in dieser Weise zum Erliegen gekommen, an sich auf eine lange Tradition zurückgreifen kann, zeigt ein Blick in alte Chroniken, die besagen, dass es in Rönsahls „alter Zeit“, das mag im 18. oder 19. Jahrhundert oder auch noch früher gewesen sein, zwei Jahrmärkte im Dorf gegeben hat. Einer davon, ein Pferdemarkt, fand regelmäßig am 13 Mai, der andere, ein allgemeiner Viehmarkt, zum „Simon-Juda-Fest“ (Anfang Oktober) statt. Auch viel später noch, so erinnern sich ältere Mitbürger, kam regelmäßig in den 1950er- und 1960er-Jahren wöchentlich ein Obst- und Gemüsehändler mit seinem Verkaufswagen ins Dorf und machte Station auf dem mitten im Dorf gelegenen Marktplatz, der seinen Namen sicher auch nicht von ungefähr trägt.

Doch zurück zum Tagesgeschehen: Überaus zufrieden mit der schon kurz nach der Öffnung ihres Obst- und Gemüsestandes auf dem günstig gelegenen und für derlei Dinge bestens geeigneten freien Platz an der Ecke Hauptstraße/Stadestraße eingesetzten Zuspruch seitens der Kundschaft zeigte sich Standbetreiberin Nadine Hardt aus Marienheide.

Die junge Frau betreibt vom rheinischen Nachbarort aus ihr Geschäft und bedient mit Unterstützung der Familie bislang an sechs Tagen pro Woche die im Umkreis – so in Meinerzhagen, Lüdenscheid und Olpe – bestehenden Wochenmärkte mit frischem Obst und Gemüse.

Besonderen Wert legt sie dabei darauf, so betont die junge Frau im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung, dass die angebotenen Produkte einen möglichst kurzen Weg vom Erzeuger bis zum Verbraucher haben. Das bedeute im Klartext, dass sie ihr Obst und Gemüse weitestgehend nicht auf dem Großmarkt, sondern direkt beim Erzeuger in der Region einkaufe. Das gelte zum Beispiel für den frischen Spargel, der geradewegs von einem Bauern in Bornheim komme und so – wie auch die typischen Wintergemüse (diverse Kohlarten, Feldsalat und Porree beispielsweise) – daher nicht auf unnötig langen Transportwegen beschafft werden müsse.

In den kommenden Wochen will die Markthändlerin die schon am Eröffnungstag große Auswahl an Obst und Gemüse auf ihrem Stand in Rönsahl weiter ausweiten und der Nachfrage – etwa an frischen Erdbeeren, die schon kurz nach Marktbeginn ausverkauft waren – entsprechend Rechnung tragen und hofft, dass sich noch weitere Marktbeschicker – gleich welcher Art – ihrem Beispiel anschließen und den Rönsahler Wochenmarkt beleben werden.

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