„Haarbecke-Feeling“ stellt sich schnell wieder ein

Die „Living Planet Band“ bot eine große Bandbreite an Musikrichtungen.

KIERSPE ▪ Endlich, nach zwei Jahren Abstinenz stieg auf Gut Haarbecke wieder ein Musikevent, wie es viele Haarbecke-Fans vermisst haben. 2008 war die letzte Open-Air-Saison und 2009 hieß es nur an einem Wochenende „Das Gut rockt“. Seither war es still um Gut Haarbecke geworden.

Zwar sind alle Genehmigungen für eine Open-Air-Saison erteilt, doch nicht aufschiebbare Straßenbauarbeiten vereitelten einen Saison 2011. Kein Ersatz, doch ein kleiner Trost und auch Vorgeschmack war daher das vergangene Wochenende mit seiner Revival-Party. Viele Besucher kamen bei herrlichstem Wetter am Freitagabend nach Rönsahl, um wieder einmal einen richtig gute Musik zu erleben. Es war alles perfekt, das Wetter, die Stimmung und das Haarbecke-Feeling, was sich schon bald einstellte. Mit der „Living Planet Band“ stand auch gleich die richtige Band auf der Bühne, denn die sieben Musiker hatten die Fans bald im Griff. Mit Patricia Trautmann und Michael Hirsch besaß die Bands zwei Sänger, die für eine große Bandbreite an Songs garantierte. Mit Michael Hirsch hat die Band einen wandlungsfähigen Sänger, der nicht nur mit „Junge“ von den Ärzten die Besucher mitriss, dies auch mit „Sauerland“ von Zoff ebenso hinbekam. Die quirlige Patricia Trautmann gab dem Ganzen noch den Kick mit der Zugabe „Whats up“ von „For non blondes“. Doch nicht nur die Sänger zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Der Drummer Ulf Stricker nutzte eine kurze Bandpause und legte ein Solo hin, welches es in sich hatte. Nach einer kurzen Umbaupause begann der zweite Teil mit einem Gänsehautfeeling, so wie er mit der „Living Planet Band“ aufgehört hatte. Gleich der erste Song von „The Queen Kings“ ließ so manchen Besucher erschauern. Was nun kam, war allen Haarbecke-Besuchern wohlbekannt. Es folgten Queen-Hits, auf Queen-Hits, auch mal weniger bekannte. Es waren dennoch gute Songs mit einem Mirko Bäumer als Sänger, der sichtlich aufgeräumt und mit Freude bei der Sache war. Hier und da vereinnahmte er das Publikum bei seiner Anmoderation und sprach auch einzelne Fans persönlich an. Die Freude an der Musik von Queen kam bei allen Musikern von „The Queen Kings“ ungefiltert rüber und steckte das Publikum an. Hits wie „Radio GaGa“, „Somebody To Love“ oder „Barcelona“ durften nicht fehlen. Das besondere Merkmal der Musik von Queen ist ihr große stilistische Bandbreite. Diese reicht von intimen, leisen, einfachen Liedern mit Harfen- oder Gitarrenbegleitung (Love of My Life) bis hin zur pompösen Opern-Parodie (Bohemian Rhapsody), von Music-Hall-Klängen zum Rock’n Roll der fünfziger Jahre, vom Hard Rock bis zum Discosound, so wurde der Auftritt mit „Queen Kings“ nicht langweilig. ▪ Gertrud Goldbach

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