Ein gutes Jahr für die Bank und die Gruppe

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Die Volksbank-Vorstände Stephan Böhse (links) und Stephan Baldschun freuen sich über das deutlich verbesserte Rating für die Gruppe und das gute Ergebnis der eigenen Bank. ▪

KIERSPE ▪ Trotz Euro-Krise und weltweiten Finanzproblemen kann die Volksbank Kierspe auf ein ausgesprochen gutes Jahr zurückblicken. In allen Geschäftsfeldern ist ein solides Wachstum zu verzeichnen – und auch die Anteilseigner können sich über eine gute Verzinsung ihres Geldes freuen. Außerdem gab es beste Bewertungen für die Genossenschaftsbanken im Allgemeinen.

„Die Ratingagentur Standard and Poor’s hat das Rating für die genossenschaftliche Finanzgruppe um eine Stufe von A+ auf AA- angehoben. Damit erhält die Finanzgruppe die höchste Bonitätseinschätzung unter den deutschen Banken“, freut sich Volksbank-Vorstand Stephan Böhse bei der Vorstellung der Bilanz seines Hauses. „Insgesamt hatten wir im vergangenen Jahr eine Bilanzsumme von 116,6 Millionen Euro, das sind 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr“, macht sein Vorstandkollege Stephan Baldschun die Zahlen konkret.

Beim Kreditgeschäft hat die Bank nach den Zahlen des Vorstandes im vergangenen Jahr um 2,3 Millionen Euro (3,6 Prozent) zugelegt auf 64,9 Millionen Euro. Dazu kommen noch weitere 2,2 Millionen Euro, die zwar von der Volksbank Kierspe vermittelt aber von der WL-Bank vertraglich umgesetzt wurden. „Das bedeutet, dass wir einen Kreditzuwachs von 4,5 Millionen Euro haben, 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit liegen wir über dem Durchschnitt unseres Verbandes, dort liegt der Zuwachs bei 4,2 Prozent. Innerhalb von zwei Jahren hat unser Kreditgeschäft um mehr als zehn Prozent zugenommen“, berichtet Baldschun sichtlich erfreut.

„Doch nicht nur wir vertrauen unseren Kunden und drücken dies in Krediten aus. Die Kunden trauen auch uns. Das wird bei der Zunahme im Einlagenbereich deutlich. Diese stiegen um 2,7 Millionen Euro oder auch 3,1 Prozent auf 91,2 Millionen Euro. Nimmt man das Verbandgeschäft dazu, sind es sogar 119 Millionen Euro. Für uns ist das ein Beleg dafür, dass die Kunden sehr wohl unterscheiden können, welcher Bank sie vertrauen können und welcher nicht“, gab es von Böhse eine kleine Spitze in Richtung der Privatbanken, die nach wie vor mit staatlichem Geld gestützt werden und es mit ihren Angeboten den Banken schwer machen, die aus eigener Kraft durch die Krise gegangen sind.

Während im Allgemeinen die Zinsen auf einem Tiefststand verharren, dürfen sich die Mitglieder der Bank freuen – auf ihr Geschäftsguthaben in Höhe von 1,7 Millionen Euro werden 6,5 Prozent Zinsen (110 000 Euro) gezahlt. Der Kauf von Anteilen ist natürlich auch für die 200 Neukunden, die im vergangenen Jahr gewonnen wurden, eine Möglichkeit, in den Genuss dieser hohen Zinsen zu kommen.

Doch auch um die Bestandskunden wurde sich gekümmert, was sich laut Böhse in den 5000 Kundengesprächen ausdrückt, die von den Mitarbeitern der Kiersper Bank im vergangenen Jahr geführt wurden. „Und wir konnten für unsere Kunden auch an der Börse einiges erreichen. Der Umsatz in diesem Bereich hat um 16 Prozent zugenommen und beträgt nun elf Millionen Euro“, so Baldschun.

Ganz gelassen sehen die beiden Vorstandsmitglieder Veränderungen im Bankengeschäft entgegen: „In Zukunft wird die Erhöhung der Eigenkapitalunterlegung darüber entscheiden, wer noch Kredite in welcher Höhe vergeben kann. Da sehen wir unsere Bank auf einem sehr guten Weg. Wir verfügen über ausreichend Eigenkapital, um alle Kreditwünsche zu befriedigen. In diesem Bereich sehen wir noch Möglichkeiten, großes Wachstum zu erzielen.“ ▪ Johannes Becker

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