Würdevoller Platz für Altarplatte

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Mit einem Händedruck bekräftigten vergangene Woche Bürgermeister Frank Emde für die politische sowie Pfarrer Martin Spindler (links) für die evangelische Gemeinde und Pastor Gregor Myrda (rechts) für die katholischen Christen in Rönsahl den neuen Verwendungszweck der ehemaligen Altarplatte aus der früheren St.-Engelbert-Kirche im Eingangsbereich des Kommunalfriedhofs in Rönsahl.

Kierspe - Die ehemalige Altarplatte der ehemaligen Kirche St. Engelbert in Rönsahl fand inzwischen einen würdevollen Platz im Eingangsbereich des Friedhofs.

Die schwere Steinplatte, die zuvor ein wesentlicher Teil des Altars in der ehemaligen St.-Engelbert- Kirche in Rönsahl gewesen ist, ist gut untergebracht. Nachdem im Juli 2017 in der Kirche St. Engelbert der letzte Gottesdienst vor der endgültigen Aufgabe des Gotteshauses der katholischen Filialgemeinde stattgefunden hatte, galt es für die Verantwortlichen aus Kirche und Gemeinde, einen würdevollen Zweck für die Weiterverwendung des bisherigen Kircheninventars zu finden, was dann auch im Wesentlichen gelang.

Als ein wenig problematisch gestaltete sich damals die künftige Verwendung der schweren Altarplatte, die nicht „eins zu eins“ in ein anderes Gotteshaus übernommen werden konnte und deshalb zunächst bei einem Steinmetz zwischengelagert werden musste und dort ungefähr ein Jahr lang blieb. Aber auch diesbezüglich war guter Rat letztendlich nicht teuer, denn wieder einmal bewährte sich auch hier die gute ökumenische Zusammenarbeit von evangelischen und katholischen Christen in Rönsahl in der Praxis. Schon bald nämlich war man sich darin einig, dass die Altarplatte „im Dorf“ bleiben und, entsprechend umgearbeitet, das heißt, mit einem von beiden Seiten ausgesuchten und in Stein gemeißelten Sinnspruch im Eingangsbereich des Rönsahler Friedhofs aufgestellt werden und dort künftig den Vorübergehenden als stummes Mahnmal dienen soll.

Das geschah dann auch so bereits vor einigen Monaten und wurde jetzt gelegentlich des in der Vorwoche stattgefundenen ökumenischen Kreuzwegs öffentlich gemacht. In diesem Rahmen nutzten Georg Seidel und Traugott Zentz als Vertreter der beiden Kirchengemeinden wie auch Bürgermeister Frank Emde für die Stadt als Betreiber des Kommunalfriedhofs die Gelegenheit, in kurzen Worten auf den tieferen Sinn des Steins als Zeichen der Mahnung daran, dass das Leben endlich ist und der Erinnerung zum Frieden dienen will, einzugehen.

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