Bereits 63 Router im Einsatz: Freifunknetz wächst

An den Hauptstraßen und in großen Bereichen des Dorfes besteht bereits ein guter Empfang über die Freifunk-Router. Bestehende Lücken sollen in Kürze geschlossen werden. J Foto: Becker

Kierspe - Ganze Arbeit haben die Mitglieder des Stadtmarketingvereins Kierspe geleistet. Denn mittlerweile wurde an der Kölner Straße und der Friedrich-Ebert-Straße ein nahezu flächendeckendes Freifunknetz aufgebaut. Doch auch in Zukunft wollen die Mitglieder des Vereins weiter an dem Projekt arbeiten.

Von Johannes Becker

Mittlerweile wurden 63 Router vom Marketingverein gekauft, programmiert und an Kiersper abgegeben. Weitere 20 sind bestellt und sollen so schnell wie möglich ihren Standort in Kierspe finden. Auch für diese Router gilt, private Betreiber bekommen sie kostenlos, gewerbliche zahlen den Anschaffungspreis. Andreas Wieland, der in der Arbeitsgruppe Freifunk des Kiersper Vereins arbeitet: „Die Nachfrage ist nach wie vor groß. Im Dorf sind mittlerweile alle Gewerbetreibenden und Läden mit den frei zugänglichen Routern ausgerüstet. Jetzt arbeiten wir uns über die Friedrich-Ebert-Straße zum Felderhof vor. Der Rest der Friedrich-Ebert-Straße ist bereits gut versorgt. Genau wie weite Teile der Kölner Straße. Auch im Bereich Springerweg sieht es mittlerweile sehr gut aus. Jetzt nehmen wir uns das Einkaufszentrum Wildenkuhlen vor und danach sollen die Sportanlagen Freifunk erhalten.“ Dabei denken die Vereinsmitglieder auch an die eigene Fußballgolfanlage.

Rückschläge gab es bisher kaum. Die meisten Kiersper, die von den Vereinsmitgliedern angesprochen worden seien, hätten sofort zugesagt. Zugesagt hätten auch gerne die Kiersper Gremien der Kirchen. Doch letztlich waren die Hürden des Kirchenamtes so hoch, dass die Mitglieder der Arbeitsgruppe auf die sakralen Gebäude verzichteten. Wieland: „Wir denken, dass wir auch so klarkommen.“

Derzeit finden auch noch Gespräche mit der Stadtverwaltung statt, um zu klären, in welchen städtischen Liegenschaften ein Internetanschluss verfügbar ist. Ist dieser vorhanden, sollen dort auch Freifunk-Router einen Platz finden. „Ohne die Unterstützung der Stadtverwaltung wären wir aber ganz bestimmt noch nicht so weit“, erklärt Wieland.

Doch auch wenn die Mitglieder des Stadtmarketingvereins eine klare Strategie verfolgen, so sind sie aber dennoch froh über jeden Kiersper, der seine Netzkapazitäten mit den Freifunk-Nutzern teilt – auch dann, wenn diese außerhalb der bevorzugten Zonen wohnen. Denn letztlich kann das Netz nur so auch in die Breite wachsen.

Schaut man sich die Karte auf der Homepage der heimischen Freifunker (freifunk-meinerzhagen.de) an, findet man auch Router beim Autohaus Knabe, dem Motoball-Stadion oder im Ortsteil Schleipe.

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