Gute Stimmung und Fair Play beim Night Move

Kerstin Busse vom Jugendzentrum Rönsahl bei der Besprechung mit den Kapitänen vor Spielbeginn.

RÖNSAHL - Die Beteiligung war gut, fast neunzig Spieler – Mädchen waren diesmal nicht dabei – traten am Freitagabend beim Night Move auf dem Kunstrasenplatz des TSV Rönsahl gegeneinander an.

Sechs Mannschaften zwischen 12 und 16 und acht Teams zwischen 17 und 27 Jahren hatten sich angemeldet. Ihre Namen hatten sie selbst ausgesucht. An Fantasie ließen die Teams es dabei nicht fehlen. Die jüngeren Spieler nannten sich „1. FC Sesamstraße 04“ oder „Bremerstadtmusikanten“, während bei den älteren auch Mannschaften wie der „TuS Blutgrätsche“ aufliefen. Jedes Team hatte fünf Feldspieler und einen Torwart und spielte jeweils zehn Minuten. Das Fußballfeld war dazu geteilt worden, so dass immer zwei Spiele gleichzeitig liefen. Bei den Jüngeren gab es Hin- und Rückrunden.

Um 18 Uhr war Anpfiff. Vorher rief „Managerin“ Kerstin Busse vom Jugendzentrum Rönsahl aber die Kapitäne aller Mannschaften zu sich, um noch einmal die Regeln zu erklären. Oberster Grundsatz sei „Fair Play“. Deshalb gebe es beim Night Move auch keine Schiedsrichter. Die Mannschaften sollten eventuelle Konflikte und Regelverstöße selbst klären. Nur wenn das nicht möglich sei, würden die Spielbeobachter eingreifen.

Dazu gab es kaum Anlass, am Ende war Kerstin Busse rundum zufrieden. Alles sei „super verlaufen“, alle hatten fair gespielt.

Beim ersten „Night Move draußen“, den die Stadt in diesem Jahr veranstaltete, hatten die Jugendzentren wieder die Regie übernommen. Der TSV Rönsahl stellte die Spielbeobachter, die Verpflegung übernahm der 12. Jahrgang der Gesamtschule. Mit Kuchen, Sandwiches und Würstchen besserten die Schülerinnen und Schüler ihre Abitur-Kasse auf. Die Getränke waren natürlich ausschließlich alkoholfrei. Mit dabei war diesmal auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA), die im Verein mit dem Olympischen Sportbund für ihr Programm „alkoholfrei Sport genießen“ warb. „Das passt gut zu unserem Konzept“, erklärte Petra Werth vom Sachgebiet Soziales und Jugend der Stadt.

Ebenfalls vor Ort waren die Schulsanitäter der Gesamtschule, um im Bedarfsfall erste Hilfe zu leisten. Für die Musik sorgten die Jugendlichen diesmal selber. Auf der Ladefläche eines Lastwagens der Firma GWK war eine Musikanlage aufgebaut, von der aus das Spielfeld beschallt wurde. Auch die Turnierleitung hatte dort ihren Platz.

Bei den jüngeren Spielern hatte der „1. FC Sesamstraße 04“ die Nase vorn. Auf Platz zwei und drei kamen die „Bremerstadtmusikanten“ und „The 6 Lovers“.

Die älteren Fußballer spielten im zweiten Durchgang. Wegen der fortgeschrittenen Zeit gab es bei ihnen aber nur eine Hinrunde in zwei Gruppen. Auf zwei Halbfinal-Spiele und das Spiel um den dritten Platz folgte das spannende Finale, das die „Sportvereinigung Hirtenschwick“ für sich entschied. Zweiter wurde der „TuS Blutgrätsche“ und auf den dritten Platz kam - niemand. „Niemand“ ist übrigens auch eine Mannschaft.

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