Gesamtschulleiter freut sich

Maske im Unterricht: Lob für die Schülern zum Start ins neue Schuljahr

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Das Tragen von Masken ist für die Schüler nichts Neues, schon vor den Sommerferien bestand in der GSK die Pflicht, Mund und Nasen zu bedecken. Wer uneinsichtig ist und es nicht macht, wird nach Hause geschickt.

Kierspe - „Die überwiegende Anzahl der Schüler ist sehr vernünftig und zeigt sich sehr verantwortungsbewusst“, zeigt sich Johannes Heintges, Leiter der Gesamtschule Kierspe (GSK), bereits nach der ersten Schulstunde nach den Sommerferien im normalen Regelbetrieb sehr zufrieden. Gleichwohl: Normal ist in der GSK eigentlich wenig.

Die Schüler haben, wie vor den Ferien, auch im Unterricht Mund-Nasen-Masken zu tragen, sich vor Betreten des Klassenraums die Hände zu desinfizieren und sind gehalten, ein Mikrofasertuch mitzubringen, um den Platz ebenfalls desinfizieren zu können. Zudem gibt es, so erläutert der Schulleiter weiter, verschiedene Ein- und Ausgänge für die unterschiedlichen Jahrgänge und einen Rechtsverkehr im Gebäude. Bestimmte Räume – wie die Hörsäle – bleiben wegen fehlender Lüftungsmöglichkeit geschlossen und teilweise wird Unterricht, wie der der Bläserklassen, ins PZ verlegt.

Neben Desinfektionsmitteln hält die Schule auch Masken zum Verkauf parat. „Die Maskenpflicht wird strikt eingehalten“, verdeutlicht Johannes Heintges, dass Schüler, die keine Maske oder diese nicht richtig tragen, ermahnt werden und das Gespräch gesucht werde. Wenn diese Schüler erneut „ohne“ erwischt werden, schickt man sie nach Hause zum Distanzunterricht. „Das ist auch Erziehung!“ Lediglich gestaffelte Anfangszeiten konnte in der GSK nicht eingerichtet werden, da der MVG die Kapazitäten an Bussen für den dann umfangreicheren Schülerverkehr fehlen.

Betreuung der Fünft- und Sechstklässler

„Wir haben den Vorteil, eine Riesenschule zu sein“, schätzt Heintges die Größe des Gebäudes, die es gegenüber anderen kleineren Schulen zumindest teilweise einfacher mache. Dies hilft beispielsweise auch beim Thema „Hitzefrei“, das gestern beim ersten Schultag glücklicherweise noch nicht akut wurde: Wenn es in den oberen Etagen zu warm wird, um lernen zu können, werde im Einzelfall entschieden, ob die Klassen nach Hause geschickt werden oder, wenn möglich, in einen anderen Raum umziehen. Es sei aber gewährleistet, dass Fünft- und Sechstklässler bei Hitzefrei in kühleren Räumen betreut werden, wenn sie nicht nach Hause kommen können.

Keine Lösung für den Schulchor

Lediglich für die Proben des Schulchors habe man bislang noch keine Lösung gefunden. Da sei auch das PZ für alle Sängerinnen und Sänger zu klein, um den notwendigen großen Abstand einzuhalten. Diese Lösung war in der sehr intensiven Vorbereitung auf den Schulstart nicht gefunden – die Schulleitung und folgend auch die anderen Pädagogen haben in den vergangenen zwei Wochen nicht selten 12-Stunden-Tage absolviert.

In diesem Zusammenhang freut den Schulleitern auch, dass alle Lehrer „an Bord“ sind, auch die aus den Risikogruppen. „Dabei hätte ich durchaus Verständnis, wenn sie zuhause bleibe würden. Aber sie stellen sich der Verantwortung“, sagt Heintges, der mit einiger Sorge, auch wegen der steigenden Infektionszahlen, ein höheres Risiko als noch vor den Ferien sieht. Nun sind alle Schüler in der GSK, das heißt bis zu 30 Personen in einem Raum.

Das hat zur Folge, dass Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten einen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen müssen. Schließlich werde mit Hochdruck an der Einführung des „Microsoft Office Education“ gearbeitet, einem System, das Lehrern wie Schülern alle Möglichkeiten für den Distanzunterricht bietet: Einheitliche E-Mail-Adressen, Chatten, Videokonferenzen, alle Office-Programme.

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