Bürgermeister gibt Interview für das „Bismarck-Blatt“

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Natürlich zeigten die Reporter der Schülerzeitungs-AG Bürgermeister Frank Emde auch das Bismark-Blatt, dass sich an der Wand in der Pausenhalle befindet und so von jedem Grundschüler gelesen werden kann.

Kierspe - Für die jungen Reporter des Bismarck-Blattes dürfte es zweifellos der Höhepunkt gewesen sein. Die Mädchen und Jungen der Schülterzeitungs-AG der Bismarckgrundschule konnten am Mittwoch den Kiersper Bürgermeister Frank Emde für ein Interview empfangen.

Was bedeutet, dass in der Wandzeitung, die in der Pausenhalle der Grundschule am Richelnkamp hängt, in Kürze ein besonderer Artikel zu finden sein wird. Denn die elf Mädchen und Jungen, die sich einmal in der Woche sozusagen zur Redaktionskonferenz treffen, hatten sich auf den besonderen Interviewpartner intensiv vorbereitet.

„Was sind die Aufgaben eines Bürgermeisters?“, „Seit wann sind Sie Bürgermeister?“ oder „Wie wird man Bürgermeister?“ lauteten einige der zahlreichen Fragen, die Frank Emde in einer lockeren Runde auch gerne beantwortete.

So erfuhren die Grundschüler, dass er seit 2004 Bürgermeister der Stadt Kierspe ist, vorher Beigeordneter und damit eine Art Stellvertreter war. Ebenso dass er sich als Parteiloser um das Amt beworben hatte und gewählt worden ist – „so ähnlich, wie ihr einen Klassensprecher wählt“, verdeutlichte Frank Emde.

Seine Aufgaben bestehen einerseits in der Repräsentation der Stadt, wie zum Beispiel der Besuch der Partnerstadt Montigny Ende dieses Monats, wo das 30-jährige Bestehen der Freundschaft zwischen den beiden Städten gefeiert wird.

„Dort werde ich dann eine Rede halten“, erläuterte der Bürgermeister den Bismarckschülern. „Können Sie uns nicht Spielgeräte für unseren Schulhof bringen lassen?“, lautete ebenfalls eine Frage. Emde machte darauf aufmerksam, dass es einige andere Schulen und auch Kindergärten geben würde, die dann ebenfalls Wünsche äußern würden.

Mit Blick auf die finanzielle Lage der Stadt könne man leider nicht alle Wünsche erfüllen. Zudem müssten beim Aufstellen von Spielgeräten stets Sicherheitsvorschriften eingehalten werden: „Damit sich niemand von euch verletzt!“

„Warum können Sie uns nicht schulfrei geben?“, lautete schließlich eine durchaus erst gemeinte Frage. „Weil ich mich nicht inhaltliche Dinge einmischen kann und darf“, verwies der Bürgermeister auf die Schulleiterin, die dafür verantwortlich sei.

In seinen Zuständigkeitsbereich falle nur das Gebäude. Er fügte mit einem deutlichen Augenzwinkern an, dass er ja mal die Schule unter einem Vorwand abschließen, sperren könne. „Aber dann müsste ich ja lügen, das tue ich nicht!“

Frank Emde nutzte das Interview dann ebenfalls, um bei den Schülern nachzufragen, ob die im vergangenen Jahr von den Kindern der Schule aufgezeigten Mängel – nicht schließende Türen, verschmutzte Lampen und Geruch auf der Toilette – beseitigt worden seien. Lampen seien gereinigt, die Toiletten werden gelüftet, nur eine Tür schließe immer noch nicht richtig, erfuhr der Bürgermeister.

Für die Mitglieder der Schülerzeitungs-AG, die von Volker Lübke und Tobias Kehm geleitet wird, war das Gespräch mit dem Kiersper Bürgermeister zweifellos eine besondere Aktion. Darüber werden sie in Kürze berichten, denn alle zwei bis drei Wochen erhält die Wandzeitung „Bismarck-Blatt“ neue Berichte beziehungsweise Artikel. Dafür hat Lübke die Antworten des Bürgermeisters notiert, die nun entsprechend aufbereitet werden.

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