Das lange Warten auf die Laufbahn-Sanierung

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Die Laufbahn des Stadions ist nach einem starken Regen nicht benutzbar. Nach einer Bearbeitung durch die Platzwarte hat sich der Zustand zwar verbessert, ist aber immer noch nicht optimal. Daran wird sich auch vorerst nichts ändern.

Kierspe - Als 2016 der Sparkassenlauf im Stadion stattfand, hätte sich mancher Teilnehmer sicher gewünscht, er wäre mit Gummistiefeln angetreten – so hoch stand das Wasser auf der Laufbahn. Mittlerweile haben sich zwei Ausschüsse und die Kämmerei mit dem Thema beschäftigt, doch eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung ist höchstens in weiter Ferne auszumachen.

In der Sportausschuss-Sitzung im November 2016 machte Carsten Möller (SPD) den Zustand der Laufbahn des Stadions zum Thema. Er monierte damals, dass sich vor allem im Kurvenbereich nach stärkerem Regen auf einer Breite von rund drei Metern staue und so eine Nutzung der Anlage unmöglich mache. 

Ursächlich dafür ist nach Einschätzung von Müller der jahrelange Einsatz von zu schwerem Gerät. Dadurch sei das Korn des Belags zermahlen worden und habe die Drainage zugesetzt. Durch den Versuch, für einen besseren Abfluss des Wassers zu sorgen, sei zudem eine Kante entstanden, die die Läufer auf der Innenbahn gefährde. 

Möller hatte damals vorgeschlagen, die für Vereine vorgesehene Sportpauschale in Höhe von 12 000 Euro zu verwenden, um die Stadtkasse zu schonen, da für eine Sanierung der Kurvenbereiche der Laufbahn wohl 20 000 bis 30 000 Euro benötigt würden. 

Diesem Vorschlag wollten die Ausschussmitglieder damals nicht folgen, um den Vereinen, die mit einer Zuwendung rechneten, die Unterstützung nicht zu entziehen. 

Im Mai dieses Jahres war die Laufbahn dann erneut Thema im Sportausschuss. Damals erklärte der Beigeordnete und Kämmerer Olaf Stelse, dass man die Sanierung der Bahn nach hinten gestellt habe, nachdem die Platzwarte die Bahn erneut abgezogen hätten – und dabei auf eine gleichmäßige Verteilung der Asche geachtet hätten. 

Dadurch sei eine Nutzung möglich, wenn auch nicht unmittelbar nach einem Platzregen. Sollte das nicht ausreichen, dann müssten entsprechende Mittel im Rahmen der Etatberatungen für den neuen Haushalt eingestellt werden. Das ist aber unterblieben. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Laufbahn in einem guten Zustand ist. Jedenfalls nicht nach Meinung von Möller, der durch seine Vereinsarbeit und seine Mithilfe beim Sportabzeichentraining regelmäßiger Besucher der Sportanlagen ist. 

„Die Mitarbeiter der Stadt haben sich viel Mühe gegeben. Doch das reicht leider nicht aus. Die Laufbahn bedarf einer grundsätzlichen Überholung. Denn wenn es jetzt stark regnet, steht immer noch Wasser auf der Anlage, wenn auch nicht mehr so lange wie vor den Arbeiten“, erklärt Möller. 

Vor allem die Jugendlichen und Kinder, die im Rahmen des Vereins- und Schulsports dort trainieren würden, seien stark eingeschränkt. Möller: „Wir beklagen, dass sich Kinder und Jugendliche zu wenig bewegen – und dann nehmen wir ihnen die Möglichkeit.“ 

Der Beigeordnete Olaf Stelse will das so aber nicht stehenlassen: „Wir behalten die Laufbahn im Auge. Wenn ein dringender Bedarf besteht, dann werden Mittel aus dem Haushalt für die Erhaltung der Sportanlagen genommen.“ Insgesamt befinden sich in diesem Topf 50 000 Euro, wobei das Geld an vielen Stellen benötigt wird. Deshalb macht Stelse auch klar, dass es bei eventuellen Arbeiten lediglich um Erhaltung gehen könne und nicht um eine grundlegende Sanierung.

Diese möchte er lieber als Teil einer Gesamtmaßnahme sehen, „denn in absehbarer Zeit steht der komplette Platz für eine Sanierung an. Da möchte ich möglichst keine Mittel mehr im Vorfeld verwenden.“

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