Grundreinigung und neue Filtertechnik für Hallenbad Kierspe

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Das Hallenbad in 360 Grad und ohne Wasser. Derzeit werden wieder Wartungsarbeiten im Becken ausgeführt. So werden beschädigte Fliesen und Fugen ausgetauscht – aber auch Unterwasserscheinwerfer.

Kierspe - Wer auf Abkühlung im Hallenbad hofft, der wird in diesen Tagen enttäuscht. Denn in dem Becken befindet sich kein Wasser – dafür aber eine drückende Hitze im Gebäude. Die macht derzeit den Schwimmmeistern, den Fliesenlegern und auch den Technikern, die sich im Keller des Gebäudes mit der Wasseraufbereitungsanlage beschäftigen, das Leben nicht leichter.

Alle Jahre wieder wird das Wasser aus den Becken des Hallenbades abgelassen, um das Becken gründlich reinigen zu können – vor allem aber, um schadhafte Fliesen und Fugen auszutauschen. Ausgetauscht beziehungsweise repariert werden dann auch gleich die Unterwasserscheinwerfer, die seit dem vergangenen Sommer Schaden genommen haben.

Während in dem leeren Becken also derzeit Fliesenleger und Elektriker ihrer Arbeit nachgehen, haben die Schwimmmeister aber keine Freizeit. Vielmehr werden Matthias Pazmann und Stefan Borlinghaus in diesen Tagen zu Reinigungskräften. Unterstützt von weiteren Mitarbeitern unterziehen sie derzeit das komplette Bad einer Grundreinigung.

„Bei rund 600 Badegästen jeden Tag reicht die regelmäßige Reinigung nicht aus. Da müssen wir einmal im Jahr gründlich sauber machen. Und solch eine Reinigung wäre bei einem normalen Betrieb des Bades nicht möglich“, erklärt Pazmann.

Deshalb wurde das Hallenbad bereits in der vorvergangenen Woche geschlossen und wird voraussichtlich erst am 6. August wieder geöffnet. Ob es gelingt, diesen Termin zu halten, hängt stark von den Fachleuten ab, die derzeit im Keller ihre Arbeit verrichten.

Umbau der Filteranlage

Die Filteranlage erfährt in diesem Sommer einen grundlegenden Umbau. So wurden zwei der sechs Filter umgesetzt, um Platz für neue Technik zu schaffen und die Zugänglichkeit zu verbessern.

Da passte es gut, dass das Filtermaterial in diesem Jahr komplett ausgetauscht werden musste. Zehn bis zwölf Tonnen unterschiedlich feiner Sände und Aktivkohle mussten dazu abgesaugt werden.

David Schraven von der Firma „n+s Wasseraufbereitung“ baut in diesen Tagen die Filteranlage des Hallenbades um.

Nun müssen die Filter neu befüllt werden – keine angenehme Arbeit bei den Außentemperaturen. Denn so einfach wie das Entleeren ist das Befüllen nicht. Statt eines Schlauches ist nun Muskelarbeit gefragt.

„Ein Sack mit dem Reinigungssand wiegt 25 Kilo und die Aktivkohle ist in 50-Liter-Fässern verpackt“, erklärt Schwimmmeister Borlinghaus. Das dauert dann, bis mehr als 10.000 Kilogramm Sand und Kohle in den sechs Filtern fachgerecht geschichtet sind.

Weniger anfällige Technik

Die Hauptarbeit der Fachleute der Firma „n+s Wasseraufbereitung“ aus Moers ist aber in diesem Jahr der Umbau der Klappen, die den Wasserfluss steuern. Die wurden bislang mit Elektromotoren gefahren. Bei einem Defekt musste ein Fachmann anrücken. „Unter Umständen legte solch ein fehlerhafter Motor gleich den ganzen Badebetrieb lahm, weil wir nicht mehr reinigen konnten“, erläutert Pazmann.

In Zukunft werden die Klappen elektropneumatisch angesteuert. Dann sorgt Druckluft für ein Öffnen und Schließen der Klappen. Diese Technik soll weniger anfällig sein – und notfalls kann auch einer der Schwimmmeister tätig werden, wenn eine der Klappen nicht einwandfrei arbeitet.

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