Sechs neue Einsatzkräfte für die Kiersper Feuerwehr

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Zum Abschluss des Grundlehrgangs, der am Wochenende in Schalksmühle stattfand, mussten die künftigen Oberfeuerwehrfrauen und -männer verschiedene Einsätze üben.

Kierspe - Georg Würth, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe, und Mitstreiter können sich über Verstärkung freuen: Am vergangenen Wochenende legten drei Frauen und drei Männer die praktische und mündliche Prüfung des Grundlehrgangs und können in Kürze zur Oberfeuerwehrfrau beziehungsweise Oberfeuerwehrmann befördert werden und künftig richtig an Einsätzen teilnehmen.

Denn bislang war es so, dass die Feuerwehrleute, die bereits über 18 Jahre alt sind, zwar mit zu Einsätzen fahren, aber nur sehr eingeschränkt – außerhalb des Gefahrenbereichs – daran teilnehmen könnten. Dies ändert sich mit dem erfolgreichen Abschluss des Grundlehrgangs, der seit 43 Jahren als interkommunale Veranstaltung von Kierspe, Halver und Schalksmühle gemeinsam durchgeführt wird.

Dieser Lehrgang besteht aus vier Teilen. Die ersten beiden, die mit einer theoretischen Prüfung enden, werden in Kierspe durchgeführt. Dabei geht es um die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrmanns, sowie um Kenntnisse über die verschiedenen technischen Geräte, mit denen Wehrfahrzeuge heutzutage ausgestattet sind. Als Beispiel nennt Georg Würth den Umgang und den Einsatz einer vierteiligen Steckleiter.

Ebenso spielen in den beiden ersten Teilen des Grundlehrgangs das Thema „Hygiene“ und die Grundlagen der technischen Hilfeleistung eine wichtige Rolle. Wenn die theoretische Prüfung erfolgreich absolviert wurden, erhalten die Teilnehmer die Zulassung, um an den Teilen drei und vier teilzunehmen. Und sie bekommen einen Meldeempfänger, um dann ebenfalls zu Einsätzen gerufen werden zu können.

Richtig mit eingreifen und anpacken können die Feuerwehrmänner und -frauen, wenn sie in Schalksmühle die Teile drei und vier des Lehrgangs mit Erfolg absolviert haben. Denn auch dabei steht am Ende eine Abschlussübung verbunden mit einer mündlichen Prüfung – das wiederum ist die Voraussetzung, um an den kreisweiten Lehrgängen teilnehmen zu können.

Natürlich gehörten auch die verschiedenen Löschangriffe zu den Aufgaben des Grundlehrgangs, der mit einer praktischen und einer mündlichen Prüfung endete.

Für die sechs Neuen im Team der Kiersper Wehr wird das ein Funklehrgang sein. Bis zum vergangenen Wochenende haben sie sich aber erst einmal mit den Grundlagen der mechanischen Geräte wie Seil- und Flaschenzug und den verschiedenen Einsatzaufgaben auseinandergesetzt. Und dies nicht nur in grauer Theorie, die verschiedenen Aufgaben, wie insbesondere Löschangriffe, wurden konkret geübt.

Für die neuen Feuerwehrfrauen und -männer ist das Lernen aber längst nicht vorbei. Schon im kommenden Monat geht es weiter, denn dann steht in Kierspe am 7. Oktober die Erweiterte Erste Hilfe auf dem Programm. Dagegen ist das Seminar Türöffnung am 22. November freiwillig – und dennoch wichtig, da es im Jahr in der Volmestadt mittlerweile 38 bis 39 Türöffnungseinsätze gibt, weiß der Wehrleiter.

Ebenso, dass es in 2019 einen großen Grundlehrgang geben wird, wenn in Kierspe zwölf Jugendfeuerwehrleute zu den Großen wechseln. In Schalksmühle sehe es ähnlich aus. Während der Grundlehrgang abgeschlossen wurde, startete am selben Tag im Notfallzentrum Oberbergischer Kreis in Kotthausen unter der Leitung von Carsten Fuhr ein Truppführerlehrgang.

Bis zum 14. Oktober werden dort die Feuerwehrleute zum Truppführer ausgebildet, das heißt, sie werden befähigt, einen selbständigen Trupp – der aus dem Truppführer und zwei sogenannten Mannschaftern besteht – im Einsatz zu führen. Zudem werden sie dann zu Unterbrandmeistern befördert. Auch die Freiwillige Feuerwehr in Kierspe wird voraussichtlich zwei neue Truppführerinnen erhalten, denn Jacqueline Sinn und Anica Würth nehmen an diesem Lehrgang teil.

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