Grüne wollen Emissionen senken

Nicht nur die Stadtwerke, auch die Stadtverwaltung soll emissionsarme Fahrzeuge fahren. So sieht es ein Antrag der Grünen-Fraktion vor. ▪

KIERSPE ▪ Geht es nach den Grünen, dann sind die Stadtbediensteten in Zukunft mit emissionsfreien oder zumindest emissionsarmen Fahrzeugen unterwegs.

So sieht es zumindest ein Antrag der Fraktion vor, der zum Inhalt hat, die Verwaltung zu beauftragen, „umweltgerechte Fahrzeuge bei zukünftigen Beschaffungen der Stadt Kierspe zu bestellen – entweder mit Hybrid-, Gas- oder Elektroantrieb oder Normalmotoren mit minimierten Kohlendioxidausstoß.“ Die Ratsmitglieder sahen in diesem Punkt aber noch Beratungsbedarf und verwiesen den Antrag in den Ausschuss für Umwelt und Bauen, der in der kommenden Woche zusammentritt.

Beschlossen hingegen wurde die Ausweitung der Städtepartnerschaft. So wird es zukünftig auch eine engere Beziehung zur nordenglischen Stadt Denton geben. Diese Kommune unterhält bereits seit 24 Jahren eine Partnerschaft mit Montigny-le-Bretonneux. Dieser Umstand machte es dem Rat auch leichter, sich für die neue Beziehung auszusprechen. Die Partnerschaft mit Leben zu füllen, wird Aufgabe des Vereins für Städtepartnerschaft sein. Besonderes Interesse an einer Vertiefung der Beziehung zu der Stadt in England hat auch die Gesamtschule, die sich eine Aufnahme von Sprach- und Schüleraustauschen erhofft. Denton ist eine Stadt mit 26 000 Einwohnern und liegt acht Kilometer östlich von Manchester. Denton verfügt über zehn Grundschulen und zwei weiterführende Schulen.

Einig waren sich auch die Mitglieder des Rates, den Bereich der unteren Kölner Straße mit einer Veränderungssperre zu belegen. Dort hatte nach Ausführungen der Verwaltung der Betreiber von Spielhallen den Antrag gestellt, in dem ehemaligen Schlecker-Gebäude zwei Spielhallen zu eröffnen. Dies war vom Märkischen Kreis abgelehnt worden. Gegen diese Entscheidung hat der Betreiber jedoch geklagt.

Mit einer Veränderungssperre gewinnt die Stadt Kierspe in erster Linie Zeit, um einen Bebauungsplan zu entwickeln, der das Spielhallenkonzept und die Regionale-Perspektiven berücksichtigt.

Zuwachs bekommt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung. Nach Ansicht der Ratsmitglieder ist es sinnvoll, dass an den Beratungen des Ausschusses in Zukunft ein Vertreter des Stadtmarketingvereins teilnimmt. Nach Ansicht der Verwaltung sei dies auch deshalb sinnvoll, weil der Verein auch die Interessen der Kiersper Gewerbetreibenden aufgelöst hat, nachdem sich der Gewerbeverein aufgelöst hat, beziehungsweise im Stadtmarketingverein aufgegangen ist.

Vor allem der Vorsitzende des Ausschusses Horst Becker sprach sich dafür aus, dass ein Mitglied des Vereins beratend und ohne Stimmrecht an den Sitzungen teilnimmt: „Ich kann mir keine professionelle Agentur leisten. Deshalb ist es schön, wenn von Seiten des Vereins neue Impulse kommen, die vielleicht auch eine neue Sicht auf die Beratungsschwerpunkte des Ausschusses werfen.“

Bei der Besetzung des Platzes im Ausschuss ist der Stadtmarketingverein frei, so steht es in der Neufassung der Zuständigkeitsordnung, über die der Rat abstimmte. Allerdings hat sich der Verein festgelegt, dass die Vorsitzende Dagmar Schröder diese Funktion übernimmt. Im Falle ihrer Verhinderung soll Michael Knabe einspringen, der ebenfalls seit Gründung des Vereins in diesem engagiert tätig ist. ▪ Johannes Becker

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