Landfrauen gründen eine weitere Gruppe

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Um Nachwuchs kümmern sich die Landfrauen beizeiten. Ihre Pläne für eine neue Gruppe erläuterten Sylvia Grafe, Magdalena Kremer und Bärbel Balke (von links).

Kierspe -  Mit dem Nachwuchs steht und fällt der Fortbestand jedes Vereins. Diese simple Tatsache vor Augen hat der Vorstand der Landfrauen jetzt eine Initiative zur Verjüngung in den eigenen Reihen gestartet.

Von Birgitta Negel-Täuber

„Wir haben 108 Mitglieder zwischen 25 und 82 Jahren, aber die meisten sind eher im fortgeschrittenen Alter,“ erläuterte Bärbel Balke. Die Interessen sind dabei naturgemäß sehr unterschiedlich, ebenso der persönliche Rhythmus. Jüngere Frauen haben aufgrund von Berufstätigkeit oder familiären Verpflichtungen tagsüber keine Zeit, ältere Frauen gehen oft abends nicht mehr gerne aus dem Haus.

Schon vor Jahren reagierten die Frauen auf diese Entwicklung und gründeten eine eigene Gruppe für die jüngeren Mitglieder. Aber auch die „jungen Landfrauen“ sind inzwischen in der Mitte des Lebens angekommen, für den Vorstand ist es deshalb Zeit für eine neue Initiative.

Federführend dabei ist Magdalena Kremer aus Stöcken. Die 29-Jährige ist zur Zeit in der Babypause und nutzt die Zeit auch für die Verbandsarbeit. In einem ersten Schritt hat das Vorstandsteam alle jungen Frauen angeschrieben, bei denen es Interesse an den Landfrauen vermutet. Darin lädt es ein zu einem Vortrag über „Erste Hilfe für Kleinkinder“, den Peter Thelen vom DRK Kierspe gestaltet.

Interessant sein könnte der Abend aber auch für alle, die keine Kleinkinder haben. Denn zu Beginn wollen sich die Landfrauen mit ihrem Programm vorstellen.

Das besteht aus einem Mix aus allgemeinbildenden Vorträgen und geselligen Aktionen. Idealerweise finden sich dann bereits ausreichend Interessentinnen, die selbst über eine weitere Veranstaltung entscheiden können. Auch hier hat der Vorstand schon vorgeplant und mehrere Vorschläge für Aktionen mit oder ohne Kind ausgearbeitet. „Das Programm wird ausschließlich durch die Wünsche der Mitglieder bestimmt,“ erklärten die Verantwortlichen. „Das Gleiche gilt für die Anfangszeiten oder die Häufigkeit der Treffen. Es gibt keine Pflicht an den Veranstaltungen teilzunehmen. Jede ist immer willkommen, aber es ist okay, wenn es mal nicht klappt.“

Wichtig ist den Landfrauen die berufliche Ausrichtung ihrer Mitglieder. „In Kierspe und Rönsahl gibt es zusammen genommen fast 180 Landfrauen, aber nur 18 Vollerwerbshöfe,“ erläuterte die Vorsitzende Bärbel Balke.

Die Zeiten, in denen der Landfrauenverband vor allem aus Bäuerinnen bestand, sind lange vorbei. Die Frauen kommen aus allen Berufen, Magdalena Kremer verdient ihren Lebensunterhalt als Heilerziehungspflegerin.

Wer Interesse an der neuen Landfrauengruppe hat, ist deshalb nächste Woche Donnerstag, 10. April um 19.30 Uhr in den Funkenhof eingeladen. - bnt

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