Hand in Hand freut sich über 11 000 Euro Spenden für Familienfahrt

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Freuen sich sehr über die Spendenbereitschaft der Kiersper: Wolfgang Koll (Erster Vorsitzender) und Adjuta Kraus (hauptamtliche Mitarbeiterin) von Hand in Hand.

Kierspe – Vor knapp einem Monat sah der Verein Hand in Hand seine Familienfahrt in Gefahr. Ein deutlicher Spendeneinbruch zwang den Verein dazu, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen.

Über die Meinerzhagener Zeitung wandte sich der Verein damals an die Kiersper und Meinerzhagener, um Spenden zu erbitten. Mittlerweile sieht die Situation dank der Großzügigkeit vieler Leser ganz anders aus: die Familienfahrten sind auf Jahre gesichert.

Für viele Teilnehmer der Familienfahrt, die der Verein Hand in Hand einmal jährlich anbietet, ist das der einzige Urlaub, weil sie eigentlich auch diese Fahrt nicht leisten können. Deshalb hat der Verein auch nahezu 100 Prozent der Kosten getragen, insgesamt rund 1300 Euro für den Tagesausflug. Die Fahrt war bei den Gästen von Hand in Hand so beliebt, dass sie immer innerhalb eines Tages ausgebucht war. Doch ein massiver Spendeneinbruch von rund 40 Prozent im vergangenen Jahr zwingt den Verein zu Sparmaßnahmen. Das führte dazu, dass die Fahrt zur Disposition stand. Doch bevor man absagte, wollten es der Vorsitzende Wolfgang Koll und die hauptamtliche Mitarbeiterin Adjuta Kraus mit einem Spendenaufruf versuchen. „Wir sind von dem Ergebnis überwältigt. Die Fahrten sind im Grunde nun auf Jahre gesichert“, freut sich Koll. Insgesamt seien Spenden und Spendenzusagen in Höhe von rund 11000 Euro eingegangen. Koll: „Darunter gab es mehrere Großspender. Unter anderem zwei Familien, die jeweils 1300 Euro überwiesen haben. Auch der Rotary-Club hat sich bereit erklärt, eine Fahrt zu finanzieren.“

Nun wird bei Hand in Hand überlegt, ob man den Verwendungszweck erweitern sollte. Koll: „Wir wollen eventuell einige der Großspender ansprechen, ob wir ihre Spende auch für eine mehrtägige Fahrt für Kinder nutzen dürfen. Aber da sind wir uns noch nicht ganz sicher.“ In den vergangenen Jahren hatte es immer eine solche Fahrt gegeben, die in gesamter Höhe von der Deutschen Fernsehlotterie gezahlt wurde. Da es dort aber immer wieder einen anderen Schwerpunkt für die Verwendung der Einnahmen gibt, kann auch diese Fahrt nicht mehr stattfinden. Für den Verein war bislang klar, dass man ein solches Angebot aus eigener Kraft nicht machen könne. Nun sieht das eventuell anders aus.

Doch nun gilt das Augenmerk erst einmal der Ein-Tages-Fahrt für Familien. „Wir haben schon konkrete Ideen, die ich aber noch nicht verraten möchte, da auch noch nicht klar ist, wann wir fahren können“, sagt Adjuta Kraus. Ursache für diese Unklarheit ist natürlich die Corona-Pandemie. Doch sobald feststeht, dass man wieder eine Busfahrt unternehmen könne, soll es weitere Informationen zu dem Tagesausflug geben.

Wer darf mit?

An der Familienfahrt des Vereins Hand in Hand dürfen Familien teilnehmen, die über eine Berechtigungskarte verfügen, die auch zur Abholung von Lebensmitteln im sozialen Bürgerzentrum von Hand in Hand verwendet wird. Die Berechtigungskarten werden von der Stadtverwaltung ausgestellt, Voraussetzung ist eine entsprechende Bedürftigkeit.

Unbekannte Spender gesucht

Nicht alle Spender haben ihre Anschrift hinterlassen. Damit ist die Zustellung eines Dankbriefes, den Hand in Hand gerne verschicken möchte, nicht möglich. „Auch kann es unter Umständen Probleme bei der Steuererstattung geben, da das Finanzamt den Überweisungsträger bei Spenden nur bis zu einer Höhe von 200 Euro anerkennt“, erklärt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Koll. Deshalb fordert er alle Spender auf, die keine Anschrift auf dem Überweisungsträger hinterlassen haben, sich doch noch einmal bei dem Verein zu melden, damit die Dankesbriefe und auch die Spendenbescheinigungen zugestellt werden können.

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