Großer Beifall bei den Krippenspielen

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Aaron wartet gierig auf die Ankunft des Königs und übersieht dabei, was vor seinem Haus passiert.

KIERSPE -  Mit dem Besuch eines Krippenspieles begann der Heilige Abend bei vielen Familien. Sehr gut besucht waren beide Aufführungen, sowohl in der Christuskirche als auch in der Josefskirche.

In der Christuskirche war das Kindergottesteam um Jutta Betzendörfer-Fröhlich sowie Luca D’Ortona schon seit den Herbstferien dabei, das Krippenspiel einzuüben.

20 Kinder aus den KU-3-Klassen der Gemeinde hatten in den vergangenen Wochen die Texte von „Micha und das Chaos im Stall“ auswendig gelernt. Für die Hauptdarsteller waren die Texte in diesem Jahr besonders umfangreich und so wurden sie zur Mitte des Stückes ausgetauscht, so dass jedes Kind nicht so viel lernen musste.

Das Krippenspiel selbst handelte vom Chaos in Bethlehem. Weil sich wegen des Gebots des Kaisers alle Welt in Steuerlisten eintragen sollte, kamen viele Gäste in diese kleine Stadt. Jeder, der ein Zimmer frei hatte, vermietete es. Aaron, ein geldgieriger Familienvater, wollte daraus Profit schlagen. Als er von dem Dorfweisen Nathanael hörte, dass der König der ganzen Welt aus Bethlehem kommen soll, beschloss er kurzerhand, sein noch freies Zimmer in ein Königszimmer zu verwandeln.

Dann kamen Maria und Josef dazu und suchten eine Herberge. Da die beiden aber nun ganz und gar nicht nach Königen aussahen, wurden sie von Aaron kurzerhand im Stall einquartiert. Micha, sein Sohn, musste den Stall verlassen. Draußen fiel Micha aber ein, dass er seinen Beutel mit Geld im Stall vergessen hatte. Als er wieder zurückging, um seinen Schatz zu holen, war die Futterkrippe bereits besetzt: Ein Baby lag darin.

„Weihnachten ist Party für Jesus“

Im weiteren Verlauf versuchte nun Micha, zusammen mit dem Nachbarmädchen Judith, unauffällig den Schatz aus der Krippe zu ziehen. Dabei wurde der Stall immer voller und voller: Plötzlich tauchten Hirten auf und wollten das Baby sehen. Und sogar reiche Männer aus dem Osten besuchten das Kind im Stall. Während Aaron draußen gierig auf die Ankunft des Königs wartete, wurde Micha immer mehr klar: Der eigentliche Schatz in der Krippe ist nicht der Geldbeutel, sondern Jesus. „Weihnachten ist Party für Jesus“, mit diesem Lied setzte Almut Pingel den Schlusspunkt.

Groß war der Beifall, den die Kinder und ihre erwachsenen Helfer nach dem Krippenspiel bekamen. Verdient hatten sie sich ihn redlich, hatten sie doch nicht nur viel Arbeit in die Aufführung gesteckt, sie spielten auch lebendig und kurzweilig.

In der katholischen Kirche St. Josef ging es klassischer zu. Petra Kurzawski hatte den Text für die zwölf Kinder geschrieben, die bei dem Spiel mitmachten. Lotta Elend war die Erzählerin, die über die Zeitspannen von der Verkündigung Marias bis hin zum Eintreffen der drei Weisen die Zuhörer mitnahm. Einbezogen wurden die Kinder und Erwachsenen, indem sie bekannte Weihnachtslieder an den passenden Stellen sangen, wie zum Beispiel „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ oder „Engel auf den Feldern singen“.

Mit dem Besuch der heiligen drei Könige endete das Krippenspiel und für viele der Kinder kam nun der Moment, den sie sich herbeigesehnt hatten. Voll Vorfreude und Spannung fuhren sie nach Hause um nachzusehen, ob der Weihnachtsmann in der Zwischenzeit da gewesen ist und Überraschungen unter den Tannenbaum gelegt hat.

Gertrud Goldbach

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