Großer Andrang beim Kinderkleiderbasar

Nach der ersten Durchsicht nahm sich Daniela Baumhof mit Tochter Lara Sophie Zeit für eine Anprobe.

KIERSPE ▪ Eine lange Schlange von Kunden mit Tüten und Taschen wartete am Samstagmorgen erwartungsvoll vor der Eingangstür zum Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule. Auch in diesem Frühjahr zog der Kinderkleider- und Spielzeugbasar der evangelischen Kirche als letzter und größter in der Region nicht nur Kauflustige aus Kierspe, sondern auch aus den Nachbarstädten an.

Leicht hatten es die mehr als 50 Helferinnen um Karin Turck ihren Kunden gemacht, indem sie alle Kleidungsstücke übersichtlich nach Größen sortiert auf Tischen und Kleiderständern im Gesamtschul-PZ und im Mensabereich bereit hielten. „578 Kennnummern haben wir gestern ausgegeben. Wenn jeder wirklich 32 Teile abgibt, kommen wir insgesamt auf mehr als 18 000 Artikel“, berichtete Turck.

Kunden suchen

zielgerichtet

Zielgerichtet suchten viele große und kleine Kunden nach bestimmten Kleidungsstücken und Spielzeug. Ob Fahrzeuge, Bücher, Spiele, Bademoden, Schuhe, sommerliches Outfit oder Babygrundausstattung, alles war im Angebot. Bereits nach kurzer Zeit verließen die ersten Kunden mit gut gefüllten Taschen den Basar, andere nahmen sich Zeit zum Anprobieren, zur genauen Durchsicht oder zu einem Plausch. Waffeln, Brötchen und Kaffee boten die Mütter der Krabbelgruppe „Hummelnest“ aus Vollme den Besuchern und die Musikschule Fröhlich informierte über ihre Kurse für Babys ab vier Monaten.

Auf den Tischen für Neugeborene suchte die kleine Julia eifrig nach Strampelhosen für ihr Geschwisterchen, das im Juli zur Welt kommen soll. Ihre Mutter besucht den Kinderkleiderbasar seit Jahren, schätzt die große Auswahl, die gute Qualität und die günstigen Preise. Christa Litau ist zum ersten Mal auf dem Kinderkleiderbasar in Kierspe. Sie lobt die Übersichtlichkeit des Angebots und freut sich vor allem über preisgünstige Markenartikel. Auf den PZ-Stufen probiert Lara Sophie ein neues Kleid an. Zwei Spiele und eine Videokassette durfte sie sich bereits aussuchen. „Mit etwas Geduld finden wir jedes Jahr etwas Schönes“, erklärt ihre Mutter Daniela Baumhof aus Meinerzhagen.

Suche nach

guten Textilien

Auf der Suche nach Sommerkleidung für ihre zweijährigen Zwillinge ist Birgit Frettlöh sogar aus Köln angereist. „Ich kaufe hier 85 Prozent aller Kleidungsstücke für das nächste Halbjahr. Trotz der Anfahrt bedeutet das für mich eine Riesenzeitersparnis, denn in Köln müsste ich stattdessen bestimmt auf fünf verschiedene Flohmärkte gehen“, erklärte die junge Frau, die in Kierspe aufwuchs und als Teenager selbst beim Basar mithalf.

Inzwischen leerten sich Tische und Ausstellungsflächen zusehends, während sich an den Kassen längere Schlangen bildeten. „Rund ein Drittel der Waren werden bei jedem Basar verkauft“, weiß Karin Turck. Seit der Gründung vor 16 Jahren spenden die Organisatoren stets zehn Prozent des Verkaufserlöses vom Kinderkleider- und Spielzeugbasar für soziale Zwecke. In diesem Frühjahr werden das neue soziale Bürgerzentrum „Hand in Hand“, die Kreative Kinderkirche und der „Bienenkorb“, die Betreuungsgruppe unter Dreijähriger der Freien evangelischen Gemeinde, bedacht. Wie immer stellte Firma Winterhoff einen PC mit dem Programm für die Abrechnung zur Verfügung. ▪ msh

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