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Rauch, Sprungpolster und Atemschutz: „Großeinsatz“ an der Gesamtschule

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Bei der Übung an der Gesamtschule Kierspe kam auch ein Sprungpolster zum Einsatz
„Für alle eine spannende Übung“: Auch ein Sprungpolster kam zum Einsatz. © Feuerwehr Kierspe

„Feuer in der Lehrküche der Gesamtschule“ hieß es am Sonntag für die Einsatzkräfte des Löschzugs Stadtmitte.

Kierspe - Allerdings: Die Alarmierung erfolgte zum Glück nur im Rahmen einer groß angelegten Übung, die in Kooperation mit der Löschgruppe Neuemühle der Feuerwehr Herscheid stattfand. Hintergrund des „Einsatzes“ war zum einen das Üben in einem überdurchschnittlich großen Gebäude, zum anderen der Umgang mit einer Brandmeldeanlage.

Als Übungsort hatten sich die Verantwortlichen für die Kiersper Gesamtschule entscheiden: Der Gebäudekomplex ist nicht nur einer der größten im Stadtgebiet, sondern insofern besonders, als dass sich dort wochentags auch viele Menschen aufhalten. Angenommen wurde, dass es in einer der Lehrküchen im C-Turm zu einem Brand gekommen war und sich noch mehrere Kinder im Gebäude aufhielten. Diese „Vermissten“ wurden durch Kinder der Jugendfeuerwehr gespielt.

Kompletter Löschzug alarmiert

Wie in der Realität hatte zunächst die Brandmeldeanlage ausgelöst und Alarm gegeben. Wegen der Besonderheit des Objekts wurde gleich der komplette Löschzug 1 (Stadtmitte) alarmiert. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Grund des Alarms eine Rauchentwicklung oder ein eingeschlagener Druckknopfmelder ist, heißt es von den Verantwortlichen.

Anhand von nummerierten Meldern im Gebäude und auf Laufkarten kann die Feuerwehr im Ernstfall herausfinden, wo sich der ausgelöste Melder befindet – gerade bei der Größe der Gesamtschule mit seinen verschiedenen Gebäudeteilen und verzwickten Gängen eine wichtige Einrichtung.

Ohne Atemschutz kein Weiterkommen

Den ersten Einsatzkräften vor Ort kam bereits dichter Rauch entgegen und nur unter Atemschutz konnte es weitergehen. So galt es zunächst, die vermissten Kinder sowie den Brandherd zu finden. Mit einem Rauchschutz konnte eine weitere Ausbreitung des Qualms verhindert werden. Sobald das „Feuer“ lokalisiert war, konnte es auch schnell gelöscht werden. Parallel dazu wurden die Vermissten schnell ins Freie gebracht. Dies war für einige von ihnen jedoch nur mithilfe der Multifunktionsleiter sowie eines Sprungpolsters möglich.

C-Turm mit besonderem Rauchabzug

Ebenfalls getestet werden konnte im Rahmen der Übung zum einen die eingebaute sogenannte Sicherheitsüberdruck-Lüftungsanlage im C-Turm – ein Rauchabzug, der mit Überdruck funktioniert –, und zum anderen die Steigleitung.

„Das war für alle eine spannende Übung, bei der auch so Einiges aufgefallen ist, was in Zukunft noch verbessert werden kann“, lautete am Ende das Fazit. Ebenfalls vor Ort war während des „Einsatzes“ auch ein Mitarbeiter des Gebäudemanagements, um sich vom technischen Zustand der Brandschutzeinrichtungen zu überzeugen.

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