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Große Aktion für Löschwasser: Tank in den Boden eingebaut

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Von: Markus Klümper

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Mit einem Autokran laden die Arbeiter den Tank ab und platzieren ihn an Ort und Stelle.
Mit einem Autokran laden die Arbeiter den Tank ab und platzieren ihn an Ort und Stelle. © Klümper, Markus

Am Donnerstagmorgen war ein großes Gefährt zwischen Berkenbaum und Loh in Kierspe unterwegs. Ein Sattelschlepper transportierte einen überdimensionalen Tank in die Volmestadt. Das Ziel: die Ausweitung der Versorgung mit Löschwasser.

Kierspe - 18 Meter lang war der Behälter, der mit einem großen Autokran vom Sattelzug gehoben und dann im Boden versenkt wurde. Rund 18 Tonnen ist der Tank schwer, er fasst 113 000 Liter Löschwasser, mit dem man zukünftig für etndwaige Brände in den Ortsteilen gewappnet ist. Gefüllt wird er weder mit Regenwasser noch über Frischwasserleitungen: Die Freiwillige Feuerwehr in Kierspe füllt den Tank im Pendelverkehr – bereits noch am Donnerstag. Diese Eile hat einen bautechnischen Grund: Durch die Füllung wird das Gewicht des Tanks erhöht, um die Standfestigkeit für die weiteren Bauarbeiten zu gewährleisten.

Auf diese Weise spürt die Feuerwehr allerdings auch, wie viel Entlastung der Tank im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall bringt: Selbst das Löschfahrzeug mit dem größten Fassungsvermögen, das TLF 4000, ist mit 4000 Litern am Limit. Damit müsste die Wehr also 28-mal im Pendelverkehr fahren, um den neuen Tank komplett mit Wasser zu befüllen.

Den neuen Wasservorrat bei Berkenbaum anders zu nutzen, ist nach Angaben von Helmut Heidemann absolut tabu: „Das Wasser ist ausschließlich für die Feuerwehr bestimmt“, erklärt der Sachgebietsleiter Tiefbau im Kiersper Rathaus. Selbst ein vom Vertrocknen bedrohter Acker dürfte damit nicht gerettet werden.

Das Montieren geht zügig.
Das Montieren geht zügig. © Klümper, Markus

Für die Monteure war der Einbau des Tanks zügig erledigt. Der Durchmesser des Tanks beträgt drei Meter. Mit den oberen Anschlüssen schließt der Koloss bündig mit der Erdoberfläche ab. Benötigt werden für die Anlage einige Hundert Quadratmeter Fläche, die ein Landwirt von seiner Ackerfläche abgegeben hat.

Die Löschwassertanks finden sich an einigen Stellen im Kiersper Stadtgebiet wieder – überall dort, wo keine ausreichende, leistungsfähige Frischwasserversorgung zur Verfügung steht, auf die die Feuerwehr im Fall eines Brandes zurückgreifen kann. Durch die zunehmende Gefahr von Wald- und Flächenbränden wird auch dieser Aspekt in der Arbeit der Feuerwehr immer bedeutsamer. In rund zwei Wochen wird der nächste unterirdische Behälter installiert – im Bereich „Auf der Mark.

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