Grenzübergreifende Karnevalssitzung

„En Oberberger“ – Parodist Frank Wedding – hatte so manche Seitenhieb auf „Märkisch Kongo“ parat. ▪

RÖNSAHL ▪ „Met dem Kölsche Pass mät dat Lewwe Spass.“ Mag wohl so sein, wenn der FC gewinnt, vor allem sicher aber in närrischen Zeiten. Allerdings war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, beste Feierlaune und ausgelassene Stimmung, wie sie seit Jahren herrscht, wenn König Karneval auch in Rönsahl sein Zepter schwingt. 

Als am Freitagabend im Schatten von „St. Servatius“ wieder die beliebte Karnevalsveranstaltung „Von Rönsahl für Rönsahl“, arrangiert und initiiert von einer engagierten Schar von Karnevalsfreunden aus der Dorfgemeinschaft, angesagt war, da war auch die räumliche Nähe zum benachbarten Rheinischen unverkennbar.

„Vorhang auf und Bühne frei für Spaß und Frohsinn, Narretei“, so hieß es gleich zum Entree, als die engagierte Stimmungskapelle mit flotten Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die große Schar der in der Mehrzahl geschmackvoll verkleideten Jecken schon bald auf „Betriebstemperatur“ kam. Dafür stand dann allerdings auch Herbert Knebel alias Holger Scheel, der mit gekonnter Moderation durch den Abend führte und mit etlichen Bonmots aus eigenem Fundus und dem des versierten Entertainers für einen gelungenen Einstieg ins Programm sorgte.

Ein erster Höhepunkt kündigte sich an, als die Rönsahler Landjugend, erstmals aktiv ins karnevalistische Geschehen im evangelischen Gemeindehaus eingebunden, mit einem Sketch und einer Parodie auf das Geschehen im Wartezimmer des Arztes so manchen Heiterkeitserfolg produzierte und dafür prasselnden Beifall erhielt.

Das galt dann in gleichem Maße später auch für Frank Wedding, der als „Import aus Oberberg“ in die Bütt stieg und mit witzig-spritzigen Spitzfindigkeiten und so manchem Seitenhieb auf die ach so unbedarften „Eingeborenen im Märkischen Kongo“, manche dabei trugen den Namen orts- und stadtbekannter Bürger, schnell die Lacher auf seiner Seite wusste.

Einmal mehr bewährte sich ohnehin das an diesem Abend wiederum praktizierte grenzübergreifende Miteinander der Anhänger von König Karneval und deren Bereitschaft, über den engen Tellerrand der eigenen Bereichs im rheinisch-westfälischen Grenzland hinaus zu blicken und damit dem närrischen Treiben insgesamt neue Freunde zuzuführen.

Das galt nicht zuletzt für die Mitglieder des Ohler Hofballetts, die in Person von Richard Ignasiak, Dieter Raspe, Axel Reinholz, Otto Finkhäuser, Klaus Helmke und Melanie Richter für so manchen Heiterkeitserfolg sorgten, wie gleichermaßen auch Angelika Raspe, Eva Kollenberg, Ute und Iris Spiller sowie Bettina Neubert, Susanne Büddefeld und Dorothee Frunke bei ihrem „Halleluja-Tanz“.

Zum absoluten Höhepunkt geriet allerdings der Einmarsch des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“ nebst Tanzcorps und dem närrischen Dreigestirn der Session an der Spitze, nämlich Prinz Robert II, Bauer Wolfgang und Jungfrau Helmi. Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die ohnehin prima Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass ein noch langer Abend angesagt war. ▪ cr

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