Graffiti-Schmierereien an der Gesamtschule

Hartwig Benne nahm die Schäden auf dem Schulgelände in Augenschein. ▪

KIERSPE ▪ Immer wieder werden Schule und Turnhalle auf dem Gesamtschulgelände Ziel von Sprayern. In der Nacht zu Donnerstag waren die Täter besonders „fleißig“. Dort verewigten sich die Sprayer, die sich selbst als Outcasts, Ausgestoßene, an der Wand der Vierfeldhalle, an mehreren Stellen der Schanhollenschule und an Fenstern und Türen der Gesamtschule.

Eigentlich ist Hartwig Benne vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung ein Gemütsmensch. Doch am Donnerstag ist dem Mann, der seit Jahrzehnten die Schulgebäude betreut, der Hut hochgegangen, als er die Schmierereien an den Gebäuden des Schulkomplexes gesehen hat.

Auf der unteren Wand der Vierfeldhalle haben sich die Täter mit riesigen – zum Teil nicht zitierfähigen – Aussagen verewigt. Doch damit nicht genug, die Sprayer nahmen sich auch die Außenwände der Schanhollenschule vor, die immer wieder das Ziel solcher Angriffe wurde. Erst vor zwei Wochen wurden dort auch Scheiben eingeworfen. Außerdem rissen die Täter Pflastersteine aus dem Gehweg, mit denen sie dann Straßenlampen auf dem Gelände zerstörten.

Die Sprayer, die sich in der Nacht zu Donnerstag betätigten, übersprühten dabei auch „Werke“ ihrer kriminellen Vorgänger. Zum Abschluss ging es dann noch auf die Rückseite eines Turms auf dem oberen Schulgelände. Dort wurden Fenster und neu eingebaute Türen mit Farbe beschmiert. „Hier scheint es uns aber zu gelingen, die Farbe mit einem Spezialreiniger zu entfernen.

An den Außenwänden ist dies nicht möglich. Dort muss neu gestrichen werden. Das haben wir in der Vergangenheit an der Turnhalle auch bereits machen lassen. Der Bauhof kann diese Arbeiten aufgrund des besonderen Untergrundes nicht erledigen. Deshalb muss eine Fachfirma beauftragt werden. Ich schätze die Kosten, die hier in einer Nacht verursacht wurden, auf rund 6000 Euro“, so Benne.

Trotz der angespannten Haushaltslage hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, eine Belohnung von 500 Euro auszuloben. Das hatte bei einer der vergangenen Spray-Attacken auch Erfolg. Damals beschuldigten sich die Täter gegenseitig. Das hatte für die Stadt den angenehmen Nebeneffekt, dass nicht nur alle Sachbeschädiger gefasst und haftbar gemacht werden konnten, sondern das auch die Belohnung in der Stadtkasse verbleiben konnte. ▪ Johannes Becker

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