Goldhochzeit mit vielen Gästen im Garten gefeiert

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Bürgermeister-Stellvertreter Dieter Grafe (re.) gratulierte Maria und Friedhelm Fernholz zur Goldhochzeit. ▪

KIERSPE ▪ Über einen Garten voller gut gelaunter Gratulanten konnten sich am Freitag Maria und Friedhelm Fernholz freuen. Aus gutem Grund: Das Paar feierte seine goldene Hochzeit, und dieses Fest wollten sich zahlreiche Verwandte, Freunde und Nachbarn natürlich nicht entgehen lassen. Glückwünsche gab es auch von Bürgermeister-Stellvertreter Dieter Grafe. Er überreichte den beiden 72-jährigen Jubilaren im Namen der Stadt Kierspe einen Präsentkorb sowie in seiner Funktion als UWG-Fraktionsvorsitzender einen Blumenstrauß der Wählergemeinschaft.

Maria Fernholz, geborene Pohl, die aus Nassiedel im Kreis Leobschütz in Oberschlesien stammt, zog 1946 im Kindesalter mit der Familie nach Kierspe. Zehn Jahre später traf sie in der Volmestadt auf Friedhelm Fernholz, einen echten Kiersper Poahlbürger. „Wir haben uns beim Geräteturnen beim TV Jahn kennengelernt“, erzählt das Paar. In den folgenden Jahren festigte sich die Liebe der beiden. 1959 verlobten sie sich, 1960 wurde geheiratet. Die beiden Kinder Thomas (heute 48) und Nicole (heute 42) machten in den folgenden Jahren das Eheglück perfekt.

Schon kurz nach der Hochzeit begannen Maria und Friedhelm Fernholz am St.-Hedwigs-Weg ein eigenes Haus zu bauen. „Das war eine harte Zeit mit vielen Entbehrungen“, erinnern sie sich. Doch die Mühen haben sich mehr als nur gelohnt, denn noch heute lebt das Ehepaar auf dem Anwesen.

Auch beruflich waren beide sehr engagiert. So arbeitete Maria Fernholz – als Sohn Thomas erwachsen und Tochter Nicole im Teenager alter war – ab 1982 in der Altenpflege der Awo-Sozialstation. 13 Jahre lang war sie in dieser Einrichtung tätig.

Ehemann Friedhelm, der in seiner Jugend eine Ausbildung als Industriekaufmann bei der Rönsahler Firma Gebrüder Langemann absolviert hatte, arbeitete von 1956 bis 1983 als kaufmännischer Angestellter bei Firmen in Kierspe, Rönsahl, Meinerzhagen und Marienheide. 1983 gründete er dann einen eigenen Betrieb, die Firma Friedhelm Fernholz – Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau. Vor vier Jahren ging er schließlich in den Ruhestand.

Auch im Sport war Friedhelm Fernholz stets sehr aktiv. Lange Jahre frönte er beim TV Jahn dem Kunstturnen, dem Tischtennis und insbesondere dem Faustball. Vor allem als Schiedsrichter hatte er sich unter Kennern der Faustball-Szene schon bald einen Namen gemacht. So brachte es Friedhelm Fernholz von 1974 bis 2004 auf 65 internationale und sage und schreibe 1471 nationale Schiedsrichter-Einsätze.

Zur Silberhochzeit eine Reise

nach London

Zu seinen absoluten Highlights zählen die World Games in London 1985. Dort war der Kiersper der einzige deutsche Schiedsrichter. Auch Ehefrau Maria denkt noch heute sehr gerne an dieses Erlebnis zurück: „Eine Woche nach unserer Silberhochzeit waren wir in London. Die Reise war ein Geschenk von meinem Mann.“

Nicht nur im TV Jahn, auch im Lenne-Volme-Turngau und im Westfälischen Turnerbund übte Friedhelm Fernholz diverse Funktionen aus. Im Laufe der Jahre wurden dem Volmestädter, der seit 2006 Vorsitzender des Ältestensrates des Fusionsclubs TSV Kierspe 79/04 ist, viele Ehrungen zuteil.

Zudem war Friedhelm Fernholz stets politisch engagiert. So zählt er zu den Gründungsmitgliedern der UWG, die 1969 ins Leben gerufen wurde. Von 1979 bis 2004 war der Ur-Kiersper Mitglied in verschiedenen Ausschüssen. Von 2007 bis 2009 war Friedhelm Fernholz Ratsmitglied, und noch heute ist sein Wissen als sachkundiger Bürger im Rat gefragt. Darüber hinaus war der Volmestädter von 2001 bis 2007 Vollversammlungs-Mitglied der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). ▪ dr

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