Glück im Kuhstall: Kerngesunde Drillinge

Grafes freuen sich, dass ihre Kuh Nummer 18 am vergangenen Pfingstmontag Drillinge zur Welt gebracht hat. Die ganz große Seltenheit dabei ist, dass alle drei Kälber kräftig und gesund sind. ▪

KIERSPE ▪ Vielleicht hätte Grafes Kuh Berta Lottospielen sollen, stattdessen wurde sie Mama von gesunden Drillingen. Und das ist "seltener als sechs Richtige im Lotto“, weiß ihr Besitzer Landwirt Rainer Grafe.  

Grafe, seine Frau Sylvia und Sohn Florian befanden sich gerade auf dem Scheunenfest der Landjugend Halver, als kurz nach Mittag am Pfingstmontag um genau 12.37 Uhr die Nachricht eintraf, dass ihre Kuh ein Kalb geworfen hat. Damit allerdings nicht genug: Wenig später kam auf dem Handy die zweite SMS, in der stand, dass es Zwillinge geworden sind, und um 13.11 Uhr gebar das Tier auf dem Bauernhof in Vornholt sogar das dritte Kalb.

Kuh Nummer 18, die wie alle Kühe auf dem Anwesen liebevoll Berta genannt wird, hat im Alter von dreieinhalb Jahren zwei schwarz-weiße und ein rot-weißes Kalb geworfen, zwei weibliche Tiere und ein männliches. Dazu hatten Grafes das Muttertier in den Abkalbstall gebracht, wo es nicht gestört wird und die nötige Ruhe findet. Berta hatte im vergangenen Jahr ihr erstes Kalb zur Welt gebracht.

„Alle Kälber sind ungefähr gleich groß, was selten ist. Sie wiegen ungefähr 35 Kilogramm“, beschreibt der Bauer. Hinzu kämen noch Fruchtblase und Nachgeburt, so dass die Kuh auf einen Streich 150 Kilogramm verlor. „Kaum zu glauben, dass die drei Kälber im Mutterleib Platz gefunden haben“, wunderte er sich mit fachmännischem Blick auf sein Rind. Die Kälber sind unschwer Mamas Kinder, denn „sie haben alle den gleichen Kopf“.

Die Milchkühe auf dem Hof von Grafes werden jährlich gedeckt. „Sonst geben sie keine Milch“, macht der Landwirt aufmerksam, der sich natürlich freut, dass seine Nummer 18 einen so „großen Wurf“ geschafft hat. Ökonomisch betrachtet, seien Drillinge allerdings alles andere als erstrebenswert, weil die Mutterkühe wegen der Anstrengung lange wenig Milch geben und die Kälber in 90 Prozent der Fälle unfruchtbar sind. Das wollte der Tierarzt bei den drei Kleinen aber noch genauer untersuchen. „Denn auch für den Veterinär ist eine Drillingsgeburt natürlich etwas Besonderes.

Übrigens warf die älteste Kuh auf dem Hof einen Tag zuvor auch noch erfolgreich ein Kalb. Nummer 10 ist seit 15 Jahren in Vornholt und für sie war es in dieser Zeit bereits das zwölfte Kalb.

Drillinge hatte Rainer Grafe vor rund eineinhalb Jahrzehnten schon einmal. Allerdings war ein Kalb winzig klein wie ein Hund und eines kam tot zur Welt, was bei solchen Geburten meist passiert. ▪ Rolf Haase

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