Letzter Teil des Streckengleises wird erneuert: Weichen folgen 2016

Immer wieder werden die Arbeiten kontrolliert, damit das Streckengleis auch zentimetergenau seinen Platz findet.

Kierspe - Seit Samstag ist Kierspe per Bahn nicht mehr zu erreichen. Selbst der Schotterzug aus dem Steinbruch Crummenerl kann das Volmetal nicht mehr befahren, da auf einer Strecke von mehr als einem Kilometer das Gleis fehlt. Arbeiter der Firma Spitzke sind dabei, dieses neu zu verlegen und richten dafür derzeit den Untergrund her.

Bereits vor mehr als einer Woche hat ein Bauzug der Bahn Betonschwellen angeliefert und an der Strecke vor und hinter dem zukünftigen Haltepunkt in Kierspe verteilt. Dort soll das neue Streckengleis verlegt werden.

Am Samstag wurde dann begonnen, die alten Schienen herauszunehmen und die bisherigen Schwellen auszubauen. Damit begannen die Arbeiten an dem letzten rund einen Kilometer langen Teilstück des Streckengleises zwischen Brügge und Meinerzhagen. Der „Rest“ wurde bereits in den vergangenen Jahren erneuert oder ertüchtigt, damit dort in wenigen Jahren wieder ein regelmäßiger Bahnverkehr stattfinden kann.

In dieser Woche haben die Arbeiter der Gleisbaufirma Spitzke aus Großbeeren in Brandenburg damit begonnen, den Untergrund für das neue Gleis vorzubereiten. Dazu wurde der gesamte Unterbau, der bisher die Schienen und Schwellen getragen hat, ausgebaggert. An einigen Stellen – so im Bereich Windfuhr – wurde bereits damit begonnen, ein Vlies auszulegen, auf dass dann ein spezieller Untergrund aufgebracht wird. Darauf kommt dann noch eine Schotterschicht. So unterbaut finden die neuen Betonschwellen später Halt, die noch neben der Baustelle entlang der Strecke liegen. In einem Abstand von 62 Zentimetern werden diese ausgelegt, dann können die neuen Schienen montiert werden.

Im Bereich des Bahnhofs wird sogar die Streckenführung leicht geändert, da dort zukünftigt zwei Gleise nebeneinander verlaufen sollen, um den Begegnungsverkehr von zwei Zügen zu ermöglichen.

Das Ausweichgleis wird allerdings nicht mehr in diesem Jahr montiert, sondern voraussichtlich im Frühjahr 2016. Gleiches gilt auch für die Weichen, die dem neuen Gleis erst seinen Sinn geben.

Dass die Weichen noch nicht montiert werden können, liegt unter anderem daran, dass der Bahn diese fehlen. Vor einigen Wochen kam es zu einem Brand im Weichenwerk in Witten und machte damit die Planungen der Bahn zunichte.

Im Rahmen der Arbeiten wird auch der Bahnsteig im Bereich des Haltepunktes neu aufgebaut, um eine Verbindung von den Bahnsteigen zum Zentralen Busbahnhof zu schaffen.

Am ZOB müssen auch noch Arbeiten erledigt werden, um diesen für seine Bedeutung als „Verkehrsknotenpunkt“ auszubauen. Weitere Pendlerparkplätze, eine Toilettenanlage und vielleicht sogar ein Kiosk sollen dort noch errichtet werden.

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