Glaubensgemeinschaft blickt dankbar zurück

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Mit mehreren beeindruckenden Liedbeiträgen trug der Chor der Gemeinde zur Gestaltung des festlichen Gottesdienstes anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Baptistischen Brüdergemeinde in Rönsahl bei. ▪

RÖNSAHL ▪ “Du leitest in deiner Gnade das Volk, das du erlöst hast.“ Dieses Bibelwort aus 2. Mose 15, Vers 13, so Gemeindesprecher Johannes Andres zu Beginn der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Baptistischen Brüdergemeinschaft Rönsahl, solle nicht nur als Motto über diesem Sonntag stehen sondern begleite in besonderer Weise auch den Lebensweg vieler Menschen, die als bekennende Christen in der ehemaligen Sowjetunion unter Verfolgung zu leiden hatten.

Ganz speziell treffe das sicher auch auf diejenigen zu, die vor nunmehr bereits zwei Jahrzehnten den Weg in die Freiheit fanden und damals als Aussiedler und Neubürger in einem weitgehend zunächst fremden Land und ungewohnter Umgebung einen neuen Anfang suchten.

Auf ihr langjähriges Bestehen als selbstständige Gemeinde konnten die Baptisten der Evangeliumschristen in Rönsahl am vergangenen Sonntag zurückblicken. Grund genug, um im geschwisterlichen Kreis und mit etlichen Gästen aus Dorf und Nachbargemeinden besinnlich zu feiern,

Als einer von insgesamt drei Gemeindesprechern, die während des aus diesem Anlass am Sonntagmorgen im Bethaus am Florianweg angesagten Festgottesdienst das Wort ergriffen, erinnerte Andres an mancherlei gute göttliche Fügung, die die junge Gemeinde in der vergangenen Zeit geleitet habe und für die es aus ganzem Herzen zu danken gelte.

Im Verlauf des von verschiedenen beeindruckenden Liedbeiträgen des stimmgewaltigen Gemeindechores sowie von Gedicht- und besinnlichen Wortbeiträgen und Gebeten umrahmten Gottesdienstes, kam der langjährige Gemeindeälteste Peter Eck auf einige Daten und die Entstehung der baptistischen Gemeinde in Rönsahl zu sprechen.

Nachdem man anfangs zur Gemeinde in Kierspe gehört hatte, die damals für die Abhaltung von Gottesdiensten genutzte Friedhofskapelle durch verstärkten Zuzug von Neubürgern aus den Ostgebieten allerdings buchstäblich aus allen Nähten platzte, nutzten die in Rönsahl wohnenden Glaubensgeschwister 1990 die Gelegenheit, an Eigenständigkeit zu denken.

Damals und konkret im folgenden Jahr kam man diesem Ziel mit Erwerb des zum Verkauf stehenden CVJM-Heims einem großen Schritt näher. Mit dem ersten regulären Gottesdienst am 3. Februar 1991 war der Grundstein zur Eigenständigkeit endgültig gelegt und von da an regelmäßig konnte man dank gleichzeitig erfolgender Renovierung des Gebäudes dort Gottesdienste feiern, Bibelstunden abhalten, Jugendgruppen aufbauen und die Chorarbeit intensivieren. Die Gemeinde wuchs kontinuierlich. Das führte letztlich dazu, dass in den Folgejahren der Neubau eines geräumigen Bethauses ins Auge gefasst und schließlich dann auch realisiert werden konnte.

Diese beachtliche Leistung würdigte Ortsbürgermeister Horst Becker, der in seinem Grußwort den großen Zusammenhalt in der Gemeinde, die Bereitschaft zum verlässlichen Arbeiten, aber auch das gewachsene und von gegenseitigem Vertrauen getragene Miteinander in Dorf und Stadt ansprach.

Gemeinsam habe man so unter anderem Wanderwege angelegt und Bachbefestigungen durchgeführt. Allerdings, so Becker weiter, sei ein darüber hinaus gehendes Miteinander als Grundlage für das Funktionieren sozialer Belange der Dorfgemeinschaft geradezu unverzichtbar. „Bleiben Sie unserer Grundschule treu, machen Sie aktiv mit in der Feuerwehr, den örtlichen Vereinen und unterstützen Sie die dörfliche Infrastruktur“, ermutigte der Ortsbürgermeister abschließend, bevor der Tag mit einem gemeinsam eingenommenen Mittagessen fortgesetzt und schließlich am Nachmittag mit einer weiteren Versammlung unter Gottes Wort ausklang. ▪ cr

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