Freakstock-Festival auf Gut Haarbecke

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Bei diesem Auftritt hätte die Kinder gar keine Ohrenschützer gebraucht: Viele Freakstock-Besucher versammelten sich am ersten Abend beim Konzert von Orion Walsh.

Rönsahl - Und wieder belebt eine bunte Wohnmobil- und Zeltstadt die Hügel rund um Gut Haarbecke: Unorthodoxe Christen aus ganz Deutschland feiern bis Sonntag das Jesus-Festival „Freakstock“ – mit viel Musik, Gottesdiensten, Workshops und einem dreiteiligen „Hauptseminar“.

Wer das nächtliche Aufbleiben nicht scheut, kann bis in die tiefe Nacht hinein Andachten nach benediktinischem Vorbild erleben.

Die Teilnehmer der geistlichen Veranstaltungen nehmen sich Zeit für Lobpreis, Predigt, Gebet und Gemeinschaft, während die Kinder der verschiedenen Altersklassen betreut werden. „Lasset die Kindlein zu mir kommen“, verkündete bekanntlich derjenige, in dessen Namen das Festival stattfindet. Beim Freakstock-Festival sind die Kinder überall dabei. Gerne allerdings mit geschützten Ohren, denn es sind robuste und deutlich vernehmbare Klänge, die die Bands auf dem „Herzstück“, der Hauptbühne produzieren. Musik, die die Band Sea Moya dem guten alten „Krautrock“ zurechnete, war am ersten Abend zu hören. Funk und andere Rhythmen brachten Bewegung in die Zuhörer unter dem riesigen Zeltdach. Es ist immer wieder ein kleines Wunder, dass die Spielstätten auf Gut Haarbecke nebeneinander funktionieren: Im Kuhstall neben dem Herzstück fand die Sängerin Suzan Köcher mit ihrer Band ihr Publikum. Ein paar Meter weiter oben befindet sich das Reich der Discjockeys, die täglich ab dem frühen Abend mit Techno-Klängen zum Tanzen einladen.

Großen Anklang fanden ab dem ersten Abend aber auch jene Musiker, deren Auftritte im „artLand“ handgemacht und wenig verstärkt ihr Publikum fanden. Unterstützt von einem bärenstarken Perkussionisten spielte der amerikanische Sänger Orion Walsh Folksongs, Gospels und Traditionals. Gestern Abend stand auf dieser Bühne eine Band, die Country und Gospel spielte und dem Anspruch des „Acoustic Night Praise“ ebenfalls alle Ehre machte: Die ehrlichen Arbeiter.

Der amerikanische Wortakrobat Chris Bernstorf erleuchtete den Kuhstall zum Tagesausklang mit seinem Leuchtstab und seinen unterschiedlichen Betrachtungen zu Gott und der Welt.


„Rezitation statt Musik“ lautete die Devise beim Auftritt des amerikanischen Wortakrobaten Chris Bernstorf. Im abgedunkelten Kuhstall zauberte er mit einem Lichtstab in seiner Hand eine ganz eigene Atmosphäre – inmitten seines Publikums, dessen Englischkenntnisse gefragt waren. Chris Bernstorf leuchtete und vermengte in seinem Auftritt Lebensbeichte, Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, Glaubensaussagen – kurz: die großen Themen Gott, Liebe, Glauben und Schönheit.

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