Glas zerspringt am Boden – gutes Omen für Residenz

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Die Gesellschafter der Dr. med. Lührmann und Partner Residenzen für Senioren GmbH Ulrich Scheer und Christoph Siebold, Bürgermeister Frank Emde und Dr. Lutz-Peter Lührmann (v.l.n.r.) führten den Richtkranz sicher zur Erde.

KIERSPE ▪ Nicht angenehm, doch aber typisch sauerländisch präsentierte sich gestern das Wetter für das Richtfest der neuen Seniorenresidenz am Haunerbusch. Zu diesem feierlichen Akt waren nicht nur der Betreiber Dr.

Lutz-Peter Lührmann gekommen, sondern auch die zwei Gesellschafter Christoph Siebold und Ulrich Scheer der Dr. med. Lührmann und Partner Residenzen für Senioren GmbH aus Witten, die die neue Einrichtung betreiben wird. Außerdem waren auch Bürgermeister Frank Emde, die Pressereferentin Frauke Meyenberg des Bauträgers, der Residenz-Gruppe Bremen, die Planer Barbara und Peter Hemicker sowie zahlreiche weitere geladene Gäste zugegen, um den Anlass entsprechend zu würdigen.

Noch bevor es zu den Ansprachen ging, die wetterbedingt in den Rohbau selbst gelegt worden waren, bat Lührmann alle Anwesenden ins Freie. Dort warteten bereits zwei Zimmermänner, die auf dem Balkon unter dem Richtkranz standen, der von einem Kran direkt über ihnen gehalten wurde, und den traditionellen Zimmermannsspruch verlasen. Auch der Tradition, ein Glas auf dem Boden zerspringen zu lassen, trugen sie Rechnung und sicherten mit dem Ergebnis – das Glas ging in die Brüche – dem Gebäude eine positive Zukunft.

Noch sei zwar Fantasie nötig, um sich die Residenz wohnlich und behaglich vorzustellen, am Rohbau sei aber schon so manches erkennbar, erklärte gestern Bürgermeister Frank Emde. Er gratulierte zu dem Erfolg, den Rohbau unfallfrei und im Kosten- und Zeitrahmen erstellt zu haben. „Die rund acht Millionen, die hier in Kierspe durch dieses Projekt investiert werden, stellen eine bemerkenswerte Investition in unsere Stadt dar“, machte Emde deutlich. Zum Vergleich: Für die neue Sporthalle seien rund vier Millionen aufgewendet worden. Darüber hinaus zeigte er sich erfreut, dass heimische Unternehmen bei dem Bau beteiligt worden seien und – wenn die Residenz im März eröffnet werde – dass 50 neue Vollzeitstellen vor Ort geschaffen werden, die zum großen Teil auch mit Kierspern besetzt werden sollen. „Der demografische Wandel macht vor Kierspe nicht Halt“, stellte er die Wichtigkeit einer zweiten Seniorenwohnanlage vor Ort deutlich.

Frauke Meyenberg war in Vertretung für Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Residenzgruppe Bremen, gekommen und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. An die Bauarbeiter gerichtet betonte sie, dass sie mit der neuen Residenz am Haunerbusch ein ganz besonderes Haus errichteten, in dem Senioren, die in ihrer gewohnten Umgebung nicht mehr zurecht kommen, wieder aufblühen könnten. Auch Planer und Architekt Peter Hemicker schloss sich den Glückwünschen an und tat dies auch in Vertretung für Detlef Ostermann, der ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist.

Lührmann schloss den Reigen der offiziellen Reden und machte deutlich, dass es keinesfalls alltäglich sei, mit einem solchen Projekt derart positiv in einer Stadt aufgenommen zu werden. Mit der neuen Seniorenresidenz wolle er versuchen, einen weiteren Mosaikstein in der Versorgung der Senioren, die durch die demografische Entwicklung bekannterweise in Zukunft verhältnismäßig zunehmen werden, zu erbringen. Die Qualität sei heute schwieriger zu erbringen, weil die älteren Bürger heutzutage mehr erwarteten als früher. „Sie erwarten ein breit gefächertes Angebot an Freizeitaktivitäten in guter Infra- und Personalstruktur, ohne in einem Ambiente eines Pflegeheims wohnen zu müssen.“ Die neue Einrichtung wolle versuchen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden, benötige dafür aber die Unterstützung der Bevölkerung und insbesondere auch den Geist und die Wärme der Mitarbeiter.

Damit die neue Seniorenresidenz Anfang März eröffnet werden kann, ist Lührmann zurzeit schon auf der Suche nach Mitarbeitern. Vor allem die zentrale Stelle der Residenzleitung müsse bald besetzt werden. ▪ isas

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