Gemeinsam auf Wallfahrt

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Gut neun Kilometer lang war der Weg der Wallfahrer von Kierspe nach Marienheide.

Kierspe/Meinerzhagen - 43 Frauen und Männer aus der katholischen Pfarrei St. Maria Immaculata waren am Sonntagmorgen zur Pfarrwallfahrt nach Marienheide unterwegs.

Es war das erste Mal, dass alle drei Gemeinden aus Kierspe, Meinerzhagen und Valbert sich gemeinsam nach Marienheide aufmachten. Während die katholische Gemeinde Meinerzhagen seit dem 25-jährigen Amtsjubiläum von Papst Pius IX. im Jahre 1870 sich jährlich zu Beginn der Wallfahrtsoktav, dem Fest der Mariä Heimsuchung am 2. Juli, auf den Weg macht, pilgern die Kiersper noch nicht so lange nach Marienheide.

Sand im Organisationsgetriebe

Wie es bei allen Dingen ist, die zum ersten Mal organisiert werden, gab es bei dieser Wallfahrt noch etwas Sand im Getriebe. Während die Meinerzhagener um 7 Uhr schon an der Kirche St. Josef warteten, kamen die Kiersper um 7.30 Uhr. Ein Abstimmungsfehler war der Grund. Wieder andere Wallfahrer aus Meinerzhagen warteten hinter dem Flughafen auf die Gruppe aus Kierspe. Diese hatte jedoch einen anderen Weg genommen und kam dort nicht vorbei.

Vier Gebetsstationen

Über Kierspehagen, den Ort Lingese, Richtung Kattwinkel, an der Lingesetalsperre vorbei führte der Weg die Wallfahrer nach Marienheide. An vier Stationen hielten sie und sprachen Gebete, sangen Lieder oder hörten sich Impulstexte zu dem Thema „Neues entdecken“ an. Hier wurde über das Zugehen auf fremde Menschen nachgedacht, über die eigenen Bedürfnisse und auch über die eigene Beziehung zu Gott. Gestaltet waren alle Stationsinhalte von Organisationsteams aus den einzelnen Gemeinden.

Gut drei Stunden und neun Kilometer

Etwas mehr als drei Stunden war die Gruppe auf der neun Kilometer langen Strecke unterwegs, mal betend, mal redend, mal singend, aber selten schweigend. Auch zeigten sich die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wallfahrer. Während die einen versuchten, still in sich hinein zu hören, hatten andere das Bedürfnis, mit den Mitwallfahrern ins Gespräch zu kommen. Dabei waren es nicht nur die Wallfahrer aus den eigenen Gemeinden, die miteinander sprachen, vielfach wurde gemeindeübergreifend kommuniziert.

Gemeinsamer Gottesdienst

Nicht ganz plangemäß sondern etwas später kamen die Wallfahrer in Marienheide an, wo schon die Teilnehmer, die mit dem Auto angereist waren, warteten. Nach einem gemeinsam gefeierten Gottesdienst in der Wallfahrtskirche trafen sich später alle im Pfarrheim zu selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und durstlöschendem Wasser.

Wallfahrt als verbindendes Element

Zum Schluss zogen alle Teilnehmer ein positives Resümee. So stellten sie fest, dass man sich bei solchen gemeinsamen Veranstaltungen näher komme und das ein verbindendes Element habe. Einige der Meinerzhagener hätten es sich gewünscht, von ihrem Ort aus loszugehen, also getrennt zu starten und unterwegs auf die anderen Wallfahrer zu treffen. Eine Möglichkeit, über die bei der Planung der nächsten Wallfahrt nachgedacht werden könnte.

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