Gitarrenseminar mit Andreas Koch in Kierspe

Anke Rönisch aus Kierspe hat für sich den Gitarrenbau entdeckt. Sie möchte sie ein eigenes Instrument bauen. Dabei hilft ihr Meister Gerold-Karl Hannabach.

KIERSPE ▪ Wieviel Arbeit der Bau einer eigenen Gitarre ist, erfuhren die Teilnehmer des Gitarrenseminars von Andreas Koch. Bereits seit 14 Jahren veranstaltet der Kiersper diese Weiterbildung

„Wenn ich in der Werkstatt bin, dann bin ich zufrieden“. Gerold-Karl Hannabach ist ein passionierte Geigen- und Gitarrenbauer. Der 81-jährige Meister seines Fachs ist nun schon zum 13. Mal im Haus Nordhelle beim Gitarrenseminar dabei. In diesem Jahr hat er Frank Warnecke mitgebracht, der in seinem Betrieb in Bubenreuth bei Erlangen hospitiert. Seit vielen Jahren gehört das Gitarrenbauseminar von Gerold-Karl Hannabach zum festen Bestandteil des seit 14 Jahren stattfindenden Gitarrenseminars des Kierspers Andreas Koch. In diesem Jahr nahmen acht Interessierte an dem Seminar teil, um sich von dem Meister bei der Reparatur und Restaurierung ihres Instrumentes helfen zu lassen. Hannabach freute sich ganz besonders, dass mit Anke Rönisch aus Kierspe wieder einmal auch eine Frau dabei ist. Hannabach ist ganz begeistert von seiner neuen Schülerin, die für sich ein neues Hobby entdeckt hat. Angeregt durch ihre Tochter, die schon im vergangenen Jahr am Gitarrenseminar teilnahm, hatte sie sich damals auch die Werkstatt angeschaut und Interesse am Bau einer Gitarre bekommen. „Die Teilnehmer haben mir alle Mut gemacht“, sagte Anke Rönisch. Gerold-Karl Hannabach: „Anke Rönisch ist sehr begabt und mit Leidenschaft dabei.“ Die junge Frau hat die erste Hürde zum Bau ihrer eigenen Gitarre erfolgreich gemeistert. Da sie aus einem Metallberuf kommt, fällt ihr das Arbeiten mit Holz nicht schwer. So machte auch das Ausschneiden und Einsetzen eines Metallringes in die Holzdecke keine Mühe.

Die junge Frau hat sich vorgenommen, ihr Instrument in den nächsten Seminaren gemeinsam mit Gerold-Karl Hannabach fertig zu stellen. Die anderen Teilnehmer holten sich beim Meister Anregungen und Ratschläge zum Restaurieren oder Reparieren ihrer Instrumente. Gerold-Karl Hannabach ist im Egerland geboren. Nach der Vertreibung kam er nach Bayern. In Bubenreuth fand er eine neue Heimat. Seit 1957 betreibt er dort seine Werkstadt. „Bubenreuth hat sich zu einem Zentrum der Geigenbauer entwickelt“, sagte Hannabach. Inzwischen arbeitet auch sein Sohn mit in der Werkstatt. „Er hat das Handwerk bei mir gelernt und soll die Werkstadt einmal weiterführen“, wünscht sich der Geigen- und Gitarrenbauer. Ein besonderes Hobby von Hannabach ist der Einkauf von Tonhölzern. Die Suche nach geeignetem Material führte ihn durch die ganze Welt. In seiner Werkstatt hat er wahre Schätze gelagert. Viele Gitarrenbauer kommen nach Bubenreuth in seine Werkstatt aber auch zu seinen Seminaren, die er neben Valbert auch in Schleswig-Holstein durchgeführt, um hier ihr Werk unter der Anleitung des berühmten Meisters zu vollenden. Gerald-Karl Hannabach hofft, noch lange aktiv zu sein und auch noch weitere Seminare im Haus Nordhelle im Rahmen der Gitarrenseminare von Andreas Koch zu leiten. ▪ bel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare