Gewinn bei den Stadtwerken Kierspe bricht ein

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Durch die recht warmen Temperaturen im vergangen Winter fielen die Heizkosten für viele Kiersper niedriger aus als in den Vorjahren.

Kierspe - Gewinneinbruch bei der Stadtwerke Kierspe GmbH. Wie aus den Zahlen des jetzt veröffentlichten Jahresabschlusses 2014 hervorgeht, ging das Jahresergebnis mit 1,443 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um 11,2 Prozent zurück.

Das Unternehmen begründet das deutliche Minus mit dem warmen Winter im vergangenen Jahr und spricht in einer Pressemitteilung sogar davon „zufrieden auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2014 zurückblicken“ zu können.

"Ein Minus von 11,2 Prozent ist okay"

„Ein Minus von 11,2 Prozent im Jahresergebnis ist okay. Denn die Höhe des Gasverbrauchs ist nun einmal komplett witterungsabhängig. Bei den warmen Temperaturen in 2014 muss man sich also nicht wundern, dass der Verbrauch zurückgegangen ist“, erklärte Pressesprecher Christian Lombardi auf Anfrage unserer Zeitung.

Rückgang liegt im nationalen Trend

Mit dem Rückgang im Gasgeschäft in 2014 liegen die Stadtwerke Kierspe im nationalen Trend. Insgesamt ist der Energieverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr nämlich gesunken, und zwar um 4,7 Prozent unter das Vorjahresniveau, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) festgestellt hat. Der Erdgasverbrauch verringerte sich um 13 Prozent.

20 Prozent weniger Gewinnausschüttung an Bäderbetrieb

Dieses Minus bekamen auch die Stadtwerkegesellschafter, die Bäderbetrieb Kierspe GmbH sowie die Enervie mit den weiteren beteiligten Unternehmen, die rund 37 Prozent der Anteile halten, bei der Gewinnausschüttung deutlich zu spüren. Per 31. Dezember wurden rund 608 000 Euro an den Bäderbetrieb und damit gut 20 Prozent weniger als im Vorjahr (763 918,71 Euro) abgeführt. Auch Enervie und die anderen beteiligten Unternehmen mussten eine reduzierte Ausschüttung akzeptieren: Ende 2013 standen 259 226,80 Euro zu Buche, per 31. Dezember 2014 waren es nur 215 882 Euro.

Mit weiteren Einbußen für 2015 wird gerechnet

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Gewinnrückgang. Nach einer Gewinnausschüttung von zuletzt gut 820 000 Euro an die Gesellschafter, kalkulieren die Stadtwerke für 2015 nur noch mit rund 730 000 Euro.

Derzeit keine akuten Probleme

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und der Aufsichtsrat bewerten die Stadtwerke dennoch als strukturell gesund und sehen derzeit keine akuten Probleme. Aufsichtsrats-Chef Heinz-Hermann Dieckmann sprach auf der Aufsichtsratssitzung Geschäftsführer Wolfgang Struwe sowie den 13 Mitarbeitern in Kierspe Respekt und Hochachtung aus: „Wir sehen das große Engagement der Crew und die unternehmerische Leistung der Geschäftsführung. Das beeindruckt uns.“ Die allgemeine wirtschaftliche Lage sowie das Verhalten der Kunden, aber auch der Witterungsverlauf hätten den Gasabsatz im Berichtsjahr 2014 aber eben maßgeblich beeinflusst.

Eigenkapital: Quote jetzt bei 50 Prozent

Das Eigenkapital der Stadtwerke beträgt 5,665 Millionen Euro und stellt eine Quote von rund 50 Prozent dar (Vorjahr: 48,8 Prozent).

"Kunden fair gegenübertreten"

Mit Blick in die Zukunft sagte Geschäftsführer Wolfgang Struwe, dass die vorrangigen Ziele der Stadtwerke die Kundenbindung und -rückgewinnung seien: „Wir wollen nicht nur gut wirtschaften, sondern unseren Kunden auch fair und freundlich gegenübertreten und sie weiterhin von unserer Leistungskraft überzeugen.“ J wm

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