Angriffe und Beleidigungen

+
Mit der Einladung von Dietmar Boronowski (links), Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, hatte Diskussionsleiter Heinz-Georg Ackermeier einen guten Griff getan.

Rönsahl - Im evangelischen Gemeindehaus in Rönsahl fand am Donnerstag der Diskussionsabend im Rahmen des Männerforums statt. Bei der Themenwahl hatten das Vorbereitungsteam und Landesmännerpfarrer i.R. Heinz-Georg Ackermeier aus Rönsahl in seiner Eigenschaft als Impulsgeber ganz offensichtlich voll „ins Schwarze“ getroffen.

Denn dass das Thema „Männer in Risikoberufen - Zunehmende Gewalt gegen Polizisten“ durchaus einiges an Tagesaktualität beinhaltet und auch von daher entsprechendes Interesse auslöste, zeigte sich schon allein daran, dass mehr als 20 Männer unterschiedlichen Alters der Diskussionsrunde beiwohnten. Und da zudem mit dem Polizeibeamten Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, ein Referent zur Verfügung stand, der mit sachkundigen Informationen nicht hinterm Berg hielt, stand einem gelungenen Abend nichts im Wege.

Zunehmende Gewalt - auch gegen Polizisten - habe in den vergangenen Jahren in bedenklicher Weise zugenommen und behindere auch die Arbeit der Ordnungshüter im Märkischen Kreis, so der Referent. In jeweils rund 150 Fällen pro Jahr, wovon im Schnitt jeweils ein Dutzend auf die beiden Volmestädte Kierspe und Meinerzhagen entfallen seien, sahen sich die Ordnungshüter in Ausübung ihres Berufes zum Teil mit tätlichen Angriffen auf die eigene Person und üblen Beleidigungen konfrontiert. Damit einhergehend sei mangelnder Respekt in Verbindung mit zum Teil festzustellender Pietätlosigkeit zu beklagen. Boronowski belegte seine Ausführungen mit entsprechenden Statistiken und führte dabei auch mancherlei Unwägbarkeiten an, die Polizisten im Einsatz erwarten können, wobei längst nicht immer klar sei, wer Täter und wer Opfer sei.

Für die Ordnungshüter stelle sich die Frage, wie Gewaltexzesse, oftmals begünstigt durch übermäßigen Alkoholgenuss und Konsum von Drogen, verhindert werden können.

Dass in vielen Fällen Gewaltbereitschaft vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgehe, sei ein ernstes Problem, dem sich die Gesellschaft zu stellen habe. Im Rahmen der anschließenden Diskussionsrunde mit Ursachenforschung und der Suche nach Problemlösungen wurden durchaus differenzierte Meinungen deutlich. Beklagt wurde unter anderem mangelnde Polizeipräsenz vor Ort. Dass ein intaktes Elternhaus und entsprechende Familienstrukturen sowie gleichermaßen die schulische Begleitung unverzichtbare Grundlage für die Erziehung der Heranwachsenden darstelle und dass im Zusammenwirken die Grundlagen für das „Funktionieren der Gesellschaft“ gelegt werden müsse, war unstrittig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.