Geschwindigkeitsbegrenzung auf L 528 bleibt bestehen

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An der Geschwindigkeitsbegrenzung auf der L528 wird sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern. Erst wenn die Gefahr einer weiteren Hitzewelle nicht mehr besteht, soll der Zustand der Fahrbahn der genauer untersucht werden.

Kierspe - Nach wie vor müssen die Autos auf der L 528 zwischen Kierspe und Halver einen Gang zurückschalten. Denn an der Beschilderung, die die Autofahrer zu einem Tempo von 40 Kilometern pro Stunde zwingen soll, wird sich wohl auch in den kommenden Wochen nichts ändern.

Ursprünglich hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW im Rahmen einer sogenannten Oberflächenbehandlung Splitt auf die Landstraße aufbringen lassen. Rückblickend wurde damit aber keineswegs der Zustand verbessert. Michael Overmeyer, Pressesprecher bei Straßen.NRW in Hagen, sagte: „Aufgrund der extrem hohen Temperaturen ist der Splitt in die Deckschicht eingedrungen, dadurch ist der Bitumen nach oben ausgetreten.“

Rutschgefahr minimieren

In der Folge sei damit die Griffigkeit stark beeinträchtigt worden. Um die Autofahrer nicht zu gefährden und die Straße nicht noch weiter zu schädigen wurde ein Sand-Split-Gemisch aufgebracht. Overmeyer: „Als nächstes ist eine Griffigkeitsmessung geplant. Das ist aber erst sinnvoll, wenn die Gefahr solch extrem hoher Temperaturen nicht mehr besteht. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt wird die jetzige Geschwindigkeitsbegrenzung aufrechterhalten. Denn nur so lässt sich die Rutschgefahr für Fahrzeuge, gerade auch für Zweiräder, minimieren.“

Wird die Oberfläche erneut behandelt?

Sollte bei der Messung ermittelt werden, dass die Griffigkeit ausreichend ist, werde die Straße – nach einem Säubern von Sand und Split – wieder für die ursprünglichen Geschwindigkeiten freigegeben. Sollte die Griffigkeit nicht in einem ausreichenden Maße gegeben sein, werden die Oberfläche erneut behandelt. Dass es dort aber in absehbarer Zukunft eine neue Deckschicht geben würde, schloss der Pressesprecher jedoch nahezu aus.

Ursachen sind noch unklar

Zu den Ursachen, warum der Straßenbelag so weich wurde, konnte der Straßen.NRW-Mitarbeiter im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung keine Angaben machen.

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