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Gendersternchen gibt es nicht

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Von: Detlef Ruthmann

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Genderstern nicht im Kiersper Rathaus - Verwaltung
Das Gendersternchen gibt’s im Kiersper Rathaus zurzeit nicht. © Sebastian Gollnow

In der Schriftsprache gehören sie längst zum alltäglichen Bild: Gender-sternchen, Binnendoppelpunkt, Binnenunterstrich, großes Binnen-I oder auch das Trema (ein horizontaler Doppelpunkt über einem Vokal) stellen eine Möglichkeit dar, beide Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander zu stellen.

Kierspe - Es ist jedoch nicht die uneinheitliche Schreibweise, die dazu geführt hat, dass Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht den Ministerien, dem Kanzleramt und allen obersten Bundesbehörden vorgeschlagen hat, in der offiziellen Kommunikation auf das Gendersternchen und die anderen Sonderzeichen zu verzichten.

Dabei soll Lambrecht als Begründung auf die Auffassung des Deutschen Rechtschreibrats zur geschlechtergerechten Sprache angegeben haben: Die Verwendung der Sonderzeichen sei derzeit rechtswidrig, außerdem sei nicht sichergestellt, dass solche Schreibweisen allgemein verständlich seien. Mit solchen Schreibweisen sind Bürger*innen, Schüler:innen oder FußballerInnen gemeint. Ebenso wird Lehrer_innen oder auch Besucherïnnen verwendet.

Wir haben hier nicht das Gendersternchen eingeführt.

Olaf Stelse, Bürgermeister

„Wir haben hier nicht das Gendersternchen eingeführt“, erklärt Bürgermeister Olaf Stelse, dass die Kiersper Verwaltung in der Kommunikation nach wie vor sowohl die weibliche als auch die männliche Form verwendet. Es heißt also: „Liebe Bürgerinnen und Bürger“.

Eine andere Möglichkeit sei, geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden wie zum Beispiel Bedienstete oder Fachkraft. Im Kiersper Rathaus am Springerweg gibt es also zunächst keine neuen Anweisungen hinsichtlich der geschlechtergerechten Sprache und diesbezüglich ist derzeit auch nichts geplant.

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