Stadtrundfahrt führt erstmals auch nach Rönsahl

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Auf dem Kommunalfriedhof in Rönsahl begann der Rundgang im Rahmen der Stadtführung auf den Spuren der Heimatgeschichte in Rönsahl.

Kierspe - Auf die Spuren der Heimatgeschichte begaben sich am frühen Sonntagnachmittag etliche heimatgeschichtlich Kiersper im Rahmen der jeweils einmal vierteljährlich stattfindenden und vom Stadtmarketingverein Kierspe organisierten Stadtrundfahrten. Diesmal stand eine Fahrt nach Rönsahl auf dem Programm.

Treffpunkt war wiederum am Rathaus, und von dort aus ging es mit dem komplett besetzten Kleinbus über die Kreisstraße 2 in Richtung Rönsahl.

Als sachkundiger „Reiseleiter“ fungierte diesmal Clemens Wieland, der unterwegs ein ganzes Füllhorn an Informationen über die geschichtliche Entwicklung des heutigen Gebiets der Stadt Kierspe bereithielt. Die Mitreisenden erfuhren dabei viel Wissenswertes über das Zusammenwachsen der ehedem selbstständigen Kirchspiele und Dorfgemeinden in Kierspe und Rönsahl, die nach der Landgemeindeordnung von 1841 zunächst zu einem Amtsbezirk erhoben und später dann (1968) nach der Neugliederung des Landkreises Altena zur Stadt Kierspe zusammengefügt wurden.

Aufmerksam folgten die Zuhörer den Erläuterungen, die Wieland zur Geschichte der erstmals im Jahre 1147 erwähnten Margarethenkirche als von Alters her bestehendem Mittelpunkt des Ortes kundtat.

Auch über die an der Fahrtroute liegenden ehemaligen Bauernschaften und Hofgüter wie die Eickener Mühle, Bruch und Quabecke und Elbringhausen, die wie insgesamt 24 Höfe im heutigen Stadtgebiet in früher Zeit zum Einzugsgebiet von Haus Rhade als Haupthof gehörten. Über Haus Rhade selbst und dessen große Bedeutung sowie den Wienhagener Turm und den Bau der Kerspe-Talsperre wusste Wieland eine Menge zu berichten.

Am Zielort Rönsahl angekommen übernahmen Karl- Friedrich und Regina Marcus als Leiter des Arbeitskreises Heimatkunde im Verein Historische Brennerei Rönsahl die „Reiseleitung“ der Gruppe, die von nun an zu Fuß unterwegs war, um die zahlreichen und „dicht an dicht“ gruppierten Zeugen aus alter Zeit, die an vielen Stellen im Ort bis heute erhalten sind, zu betrachten.

So, wie das in der zur Verfügung stehenden Zeit möglich war, nahm Karl Friedrich Marcus die „Gäste“ mit auf eine Reise in die reiche geschichtliche Vergangenheit des Dorfes an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen.

Anhand fundierter Unterlagen war dabei die Rede vom Wirken einflussreicher Familien (unter anderem Heuser, von den Bercken, Cramer und Buchholz), die das wirtschaftliche Geschehen (Schwarzpulver-Herstellung) und damit die bauliche Entwicklung und das gesellschaftliche Leben in und um Rönsahl während vieler Jahrhunderte geprägt und zum Erscheinungsbild des Dorfes beigetragen haben.

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