Ruhestand für Grundschullehrerin

Tränen fließen beim Abschied

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Nicht nur die Viertklässler, auch Lehrerin Regina Wonderschütz (links) wurde in der Bismarckschule verabschiedet – ein Zeugnis überreichte Leiterin Stefanie Fischer.

Kierspe - Es sind unzählige Mädchen und Jungen, denen sie in 39 Jahren das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht hat. Am Freitag nahm nun Regina Wonderschütz Abschied, nicht nur von „ihren“ Kindern der Klasse 4b, sondern ebenso von den Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen.

Denn die 63-Jährige geht in den vorzeitigen Ruhestand. „Aber mit zwei Herzen in der Brust“, gesteht Wonderschütz, „ich bin hier total gerne hingegangen“. Und zu den Kollegen und Kolleginnen habe es ein freundschaftliches Verhältnis gegeben.

Auf der anderen Seite freut sich die scheidende Grundschullehrerin auf die freie Zeit, die sie mit ihrem Mann – ebenfalls pensionierter Lehrer – , ihren beiden Töchtern, von denen eine bald heiratet, und ihrem Enkelkind verbringen kann. Vor 39 Jahren hatte Regina Wonderschütz an einer Grundschule in Hückeswagen ihre Lehrertätigkeit aufgenommen, unterbrochen nur von einer zweijährigen Mutterschaftspause.

Im Februar 1992 war sie dann nach Kierspe an die Bismarckschule gekommen, wo sie dann auch recht schnell Klassenlehrerin wurde und damit viele Kiersper Kinder auf den ersten vier Jahren ihres Schulwegs begleitete. Besonders schön seien die Klassen gewesen, erinnert sich Regina Wonderschütz, als deren Kinder im Alter ihrer beiden Töchter waren. „Heute bin ich für die Mädchen und Jungen doch mehr eine Oma“, meint sie lächelnd, aber noch gerührt von den herzlichen Abschiedsszenen wenige Minuten zuvor, bei denen so mancher Schüler Tränen vergoss.

„Die Großen werden heute Nachmittag Tränen vergießen“, fügt Schulleiterin Stefanie Fischer hinzu. Denn da findet im Garten von Regina Wonderschütz die Abschiedsfeier mit den Kollegen statt. Dass die Verabschiedung ihrer Klasse und ihr eigener Abschied – mit Geschenken, Glückwünschen und einem speziellen Zeugnis – natürlich in Corona-Zeiten anders ausfielen als normalerweise, bedauert sie. Schließlich hatte sie mit Blick auf ihr Schulende freiwillig weiter gearbeitet – und dies gerne

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