Seniorenresidenz hat eine neue Leitung

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Geschäftsführer Dr. med. Lutz-Peter Lührmann freut sich, dass die Residenzleitung so schnell wieder komplett ist: Neben Pflegedienstleiter Peter Oles besteht diese nun noch aus der neuen Residenzleiterin Sabine Troschinski, beides Meinerzhagener. ▪

KIERSPE ▪ Das Leitungsteam der Seniorenresidenz an der Montigny-Allee konnte aufgrund eines glücklichen Zufalls doch viel schneller als Geschäftsführer Dr. med. Lutz-Peter Lührmann das anfangs erwartet hatte, wieder komplettiert werden.

Denn nach Bekanntwerden der Vakanz meldete sich die Meinerzhagenerin Sabine Troschinski und zeigte Interesse an der Aufgabe. Nach einem Gespräch sowie einer Visitation konnte Einigung erzielt werden, so dass die neue Residenzleiterin am vergangenen Freitag bei einer Mitarbeiterversammlung bereits offiziell vorgestellt wurde.

Neben der hervorragenden Qualifikation von Troschinski begrüßt Dr. Lührmann vor allem, dass mit ihr jemand hier aus der Region gefunden werden konnte. So besteht das Leitungsteam mit Troschinski und Pflegedienstleiter Peter Oles aus zwei Meinerzhagenern, die sich in den beiden Städten natürlich bestens auskennen, was der Geschäftsführer als vorteilhaft ansieht.

Sabine Troschinski wohnt mit ihrem Mann, einem früheren Kiersper, heute in Rinkscheid. Die beiden haben zwei Kinder, einen Sohn, der in Halver als Bäcker arbeitet, und eine Tochter, die gerade zur Gesamtschule gewechselt ist und sich jetzt freut, jeden Morgen nicht mehr mit dem Bus, sondern mit ihrer Mutter im Auto nach Kierspe fahren zu dürfen. Troschinski selbst kommt aus Schalksmühle, ist dort aufgewachsen und hat dort auch die Realschule besucht.

Die heute 44-Jährige hat sehr früh ihr erstes Baby bekommen und danach erst einmal im Seniorenpark Reeswinkel in Dahlerbrück im Rahmen von Nachtwachen gearbeitet. Von 1992 bis 1995 hat sie das Altenpflegefachseminar am Klinikum Lüdenscheid besucht und war anschließend fast fünf Jahre Stationsleiterin in der Senioreneinrichtung im Haus 4.

Im Krankenhaus Plettenberg hat sie den Bereich der Tagespflege aufgebaut und betreut. Ihr zweites Baby sorgte nur für eine kurze Pause, dann wechselte sie zum CMS-Seniorenzentrum Herscheid, wo sie die Pflegedienstleitung übernahm. Sabine Troschinski hat sich kontinuierlich weitergebildet: 1998 zur Wohnbereichsleiterin und 2004 zur Pflegedienst- sowie auch Heimleiterin.

Im Ruhrgebiet leitete sie dann für den Arbeitersamariterbund verschiedene Einrichtungen. Sie baute unter anderem ein Beratungsangebot auf, einen Bereich für junge Pflegebedürftige und engagierte sich immer wieder rund um das Thema Demenz, ein wichtiges Anliegen von ihr. „Daher interessierte mich auch Kiersper Seniorenresidenz“, wirft sie ein. Wichtig, so erklärt sie, sei eine personenzentrierte Pflege, die die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt rückt. Sie freut sich, dass konzeptionell hier in Kierspe ein Schwerpunkt gesehen wird und dass die Demenzabteilung ab Januar noch mehr mit Leben gefüllt werden soll. Ziele seien, den Erkrankten möglichst viel Freiräume zu geben und für sie Strukturen zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen und die sie ansprechen. Aktuell werde ein Infoabend geplant.

Zuletzte wollte Troschinski ebenfalls nochmals in die ambulante Pflege hineinschuppern und trat eine Stelle in Dortmund an, wo sie die Assistenz der Geschäftsleitung innehatte und in das Qualitätsmanagement involviert war. Positiv findet die 44-Jährige an dem Kiersper Haus, dass es sich um eine sehr neue Einrichtung handelt, die Mitarbeiter hochmotiviert seien und hier noch eine Menge Gestaltungsspielraum besteht. Das sieht sie für sich als Herausforderung an.

Rolf Haase

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