Johannes Heintges, Leiter der Gesamtschule, spricht sich für Abiturprüfungen aus

Gesamtschulleiter: „Es darf kein Corona-Abitur geben“

Die Klassenräume sollen nicht leer bleiben. Gesamtschulleiter spricht sich für Abiturprüfungen aus.
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Die Klassenräume sollen nicht leer bleiben. Gesamtschulleiter spricht sich für Abiturprüfungen aus.

„Wenn jetzt keine Abiturprüfungen geschrieben werden, besteht die Gefahr, dass das diesjährige Abitur mit einem Makel belegt ist. Es darf kein Corona-Abitur geben“, da ist Johannes Heintges ganz klar in seiner Aussage – und erteilt damit den Plänen der Lehrergewerkschaft eine Absage.

Kierspe - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte gefordert, die Abiturprüfungen aufgrund der Corona-Pandemie notfalls ausfallen zu lassen. Ihr Plan sieht stattdessen eine Durchschnittsnote aus den bisherigen Leistungen vor.

Der Schulleiter der Gesamtschule Kierspe sieht Möglichkeiten, die Prüfungen so anzubieten, dass der Infektionsschutz während des Prüfungszeitraums in hohem Maße gewährleistet ist. „Wenn zu dem Zeitpunkt der Prüfungen keine anderen Schüler im Gebäude sind, können wir – wenn es sein müsste – jedem Abiturienten einen eigenen Raum anbieten, in dem er seine Prüfungen ablegen kann“, formuliert Heintges. Er sagt auch, dass die Schüler gut auf die Prüfungen vorbereitet seien, da das Distanzlernen gut funktioniert habe. „Die Vorabiturklausuren sind geschrieben und damit die Bedingungen für ein Abitur unter Prüfungsbedingungen gegeben.“

Geänderte Vorgaben

Darüber hinaus weist der Schulleiter darauf hin, dass es bereits Vorgaben des Ministeriums gebe, die den Schülern das Abitur in diesem Jahr erleichtern würden: „Ursprünglich war geplant, dass die Abiturienten vor den Osterferien ihren letzten Schultag hatten. Das ist geändert worden. Jetzt kommen alle noch mal in die Schule, um letzte Fragen zu klären, bevor es dann mit den Prüfungen losgeht.“

Darüber hinaus könnten die Lehrer aus einem Pool von Aufgaben, die nach wie vor zentral erarbeitet worden seien, auswählen. „Das hat den Vorteil, dass man die Aufgaben durch die Auswahl ein wenig anpassen kann, sollte es aufgrund des Unterrichts in Distanz doch die eine oder andere Lücke geben“, so Heintges.

Am liebsten wäre es ihm gewesen, wenn die Diskussion um einen Ausfall der Abiturprüfungen erst gar nicht aufgekommen wäre. Jetzt wünscht er sich ein baldiges Ende dieser Überlegungen: „Das führt letztlich nur zur Verunsicherung.“

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